Trotz einer handfesten strategischen Meldung steht die Rheinmetall-Aktie heute unter Druck. Der Rüstungskonzern greift nach dem größten Neubauprogramm der Deutschen Marine — und der Markt reagiert mit einem Kursrückgang von rund 3,5 Prozent auf etwa 1.460 Euro. In der Wochensicht summiert sich das Minus bereits auf rund zehn Prozent.
Was steckt dahinter? Das Marktumfeld belastet den gesamten Sektor, und Rheinmetall bildet dabei keine Ausnahme.
Sechs Fregatten, zehn Milliarden Euro
Der Konzern erwartet noch in diesem Sommer den Zuschlag als Generalunternehmer für den Bau der F126-Fregatten. Sechs Schiffe, spezialisiert auf die U-Boot-Jagd, mit einem Gesamtvolumen von rund zehn Milliarden Euro — das bislang umfangreichste Neubauprogramm der Deutschen Marine. Der Zeitplan sieht vor, das erste Schiff bereits im zweiten Halbjahr 2031 zu übergeben.
Der bisherige Auftragnehmer, das niederländische Unternehmen Damen Naval, hatte das Programm um rund vier Jahre in den Verzug gebracht. Rheinmetall hat sich mit der Übernahme der Marinewerft-Sparte NVL — inklusive der Hamburger Werft Blohm+Voss — für genau diese Situation positioniert. 1,5 Milliarden Euro ließ sich der Konzern die Akquisition Anfang April kosten.
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Die Gespräche laufen derzeit noch mit dem zuständigen Beschaffungsamt der Bundeswehr. Parallel prüft das Verteidigungsministerium eine zweite Option: Der Kieler Marineschiffbauer TKMS bereitet sich auf den Bau kleinerer Fregatten vom Typ Meko A-200 DEU vor — was erklärt, warum die TKMS-Aktie heute mit einem Minus von rund drei Prozent die schwächste Entwicklung unter den Branchenwerten zeigt.
Branche im Abwärtssog
HENSOLDT und RENK folgen Rheinmetall ins Minus. Beide Titel verlieren heute zwischen zwei und drei Prozent — der allgemeine Marktdruck überlagert derzeit die positiven Projektnachrichten.
In den vergangenen sechs Monaten hat Rheinmetall bereits rund 22 Prozent an Wert eingebüßt. Die Frage, ob die Aktie auf diesem Niveau fair bewertet ist, dürfte Anleger noch eine Weile beschäftigen. Das F126-Programm allein liefert zumindest ein handfestes Argument für die mittelfristige Wachstumsperspektive — der endgültige Vertrag steht allerdings noch aus.
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