Mögliche Ukraine-Friedensgespräche und das allgemeine Marktumfeld belasteten Medienberichten zufolge am Freitag die deutschen Rüstungswerte. Die Rheinmetall-Aktie fiel um 2,0% auf 1.032,60 €. Der Bericht führte für den Rückgang keine erklärende Unternehmensnachricht an.
Gespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA sollen Medienberichten zufolge in der ersten Novemberhälfte in Abu Dhabi stattfinden. Die mögliche Annäherung bildete demnach einen Hintergrund für die Nervosität im Sektor.
Deutsche Bank verweist auf Erwartungsdilemma
Die Deutsche Bank senkte am Dienstag ihr Rheinmetall-Kursziel von 1.800 auf 1.650 Euro, bestätigte aber die Kaufempfehlung. Analyst Christoph Laskawi verwies auf ein Erwartungsdilemma vor dem Kapitalmarkttag.
Investoren erwarteten nach seiner Einschätzung eine Senkung der Ziele für 2030. Gleichzeitig müsse Rheinmetall glaubwürdige Bausteine für den geplanten Hochlauf vorlegen.
Aufträge und erste Serienauslieferungen
Operativ meldete Rheinmetall am Donnerstag einen weiteren Auftrag für das Gemeinschaftsunternehmen ARTEC, das der Konzern mit KNDS Deutschland betreibt. OCCAR bestellte weitere 69 Radschützenpanzer Schakal. Rheinmetall bezifferte seinen Auftragswert auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.
Die Fahrzeuge sind für Deutschland und die Niederlande bestimmt. Ihre Auslieferung ist derzeit von Mai 2032 bis November 2033 geplant.
Am Freitag meldete Rheinmetall außerdem die Übergabe der ersten Caracal-Serienfahrzeuge an die Bundeswehr und die niederländischen Streitkräfte. Die Übergabe fand am Donnerstag am Produktionsstandort Ede statt. Insgesamt sollen bis 2030 über 1.500 Fahrzeuge ausgeliefert werden.
Ebenfalls am Freitag vereinbarte Rheinmetall mit Silvus Technologies die Lieferung passiver Hochfrequenzsensoren. Die Silvus-RFeye-Sensoren sollen in das Luftverteidigungssystem Skynex und die Führungsplattform Skymaster integriert werden.
Am 5. November veröffentlicht Rheinmetall seinen Bericht über das dritte Quartal 2026.
Stand heute, 1. November: Rheinmetall – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Rheinmetall investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 1. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
