Rheinmetall hat gestern für die ersten neun Monate 2026 einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro gemeldet. Die am Mittwoch veröffentlichte Senkung der Jahresprognose löste jedoch einen deutlichen Kursrückgang aus. Die Aktie verlor gestern 12%.
Wachstum und verschobene Umsatzbeiträge
Der Neunmonatsumsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 38% zu. Das operative Ergebnis stieg um 69% auf 1.339 Millionen Euro. Diese Zahlen veröffentlichte Rheinmetall gestern im Zwischenbericht.
Die operative Marge erreichte in diesem Zeitraum 16,0%. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern seit der Anpassung am Mittwoch eine operative Marge von rund 18,5% statt zuvor rund 19%.
Die am Mittwoch gesenkte Umsatzprognose für 2026 beträgt rund 13,2 Milliarden Euro. Zuvor hatte Rheinmetall mit 13,7–14,2 Milliarden Euro gerechnet.
Als Gründe für die Anpassung nannte das Unternehmen wahrscheinliche Verzögerungen bei der Beauftragung des Boxer-Projekts Arminius und bei Losabnahmen für Artilleriemunition. Hinzu kommen Umsatzverschiebungen im Waffe-und-Munition-Geschäft. Entsprechende Anzahlungen und Umsatzbeiträge verschieben sich nach Unternehmensangaben ins Jahr 2027.
JPMorgan senkt Kursziel vor Kapitalmarkttag
JPMorgan reagierte gestern auf die Prognoseanpassung und senkte das Kursziel von 1.350 auf 1.150 Euro. Die Einstufung beließ das Analysehaus bei „Neutral“, wie dpa-AFX berichtete. Analyst David Perry verwies dabei unter anderem auf die wiederholten Prognosewarnungen des Konzerns.
Perry hielt zugleich an seiner Warnung vor möglichen weiteren negativen Kursimpulsen fest. Dabei richtete er den Blick auf den angekündigten Kapitalmarkttag am 27. November. JPMorgan bezeichnete diesen Termin als möglichen Anlass für eine weitere Überprüfung der längerfristigen Unternehmensziele. Auch Rheinmetall hat den Kapitalmarkttag für diesen Tag angekündigt.
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