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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: Großauftrag für 155-Millimeter-Munition

Rheinmetall erweitert Tests in Großbritannien, verbucht Munitionsgeschäft und bleibt trotz neuer Projekte an der Börse unter Druck.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue Prüfanlage bei Rheinmetall UK
  • Munitionsauftrag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich
  • Fertigstellung der Lieferungen bis 2027
  • Aktie seit Jahresbeginn 35 Prozent schwächer

Rheinmetall treibt die Erweiterung seiner operativen Kapazitäten im Ausland voran. Gestern nahm die Konzerntochter Rheinmetall UK eine neue Schwingungsprüfanlage in Betrieb, um die Testkapazitäten in Großbritannien auszubauen.

Die Investitionen an den ausländischen Standorten zielen darauf ab, Streitkräfte wichtiger Partnerstaaten unmittelbar über lokale Infrastruktur zu unterstützen. Für den Rüstungskonzern gewinnen dezentrale Entwicklungs- und Erprobungskapazitäten an Bedeutung, da Regierungen bei Neuanschaffungen zunehmend Wert auf industrielle Wertschöpfung im eigenen Land legen.

Aufträge für Munition und maritime Einheiten

Gleichzeitig schlagen sich Verteidigungsausgaben der Staaten in neuen Aufträgen nieder. Am Montag meldete Rheinmetall die Großbestellung eines nicht genannten internationalen Kunden über Artilleriegeschosse im Kaliber 155 Millimeter.

Der Auftragswert bewegt sich im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich und wird dem dritten Quartal 2026 zugerechnet. Die Produktion der Munition läuft bereits, die Fertigstellung der Lieferungen ist bis 2027 vorgesehen.

Auch im Marinebereich zeichnet sich weiteres Geschäft ab. Laut Reuters kündigte Verteidigungsminister Boris Pistorius am Montag die Bestellung eines vierten Flottendienstboots an, wofür der Haushaltsentwurf dem Parlament zur Genehmigung vorgelegt wurde.

Rheinmetall ist über seine Werft in Wolgast an dem Projekt beteiligt und vollzog dort die Kiellegung des dritten Schiffs. Medienberichten zufolge sicherte sich das Unternehmen zudem einen Auftrag über 7,3 Millionen US-Dollar für unbemannte Fahrzeuge des U.S. Marine Corps.

Zurückhaltung an den Aktienmärkten

Trotz des kontinuierlichen Geschäftsverlaufs reagieren Anleger am Aktienmarkt verhalten. Heute gibt der Kurs um 0,3 Prozent nach und steht bei 1.012,40 Euro. Seit dem Jahresanfang beläuft sich das Minus der Aktie auf 35 Prozent.

Zu den vorsichtigen Stimmen zählte zuletzt das Analysehaus JPMorgan. Die Bank setzte das Papier am 10. September auf eine „Negative Catalyst Watch“, behielt nach Medienberichten aber ihr Votum mit „Neutral“ bei.

Zusätzliche Orientierung für Marktteilnehmer versprechen anstehende Termine im laufenden Quartal. Das Management nimmt am 23. und 24. September an Investorenkonferenzen in München teil, bevor am 5. November der Zwischenbericht zum dritten Quartal 2026 vorgelegt wird.

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