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Rheinmetall Aktie: Drohnen-Milliarden vor Freigabe

Ein 2,4-Milliarden-Euro-Deal für das neue Drohnensystem 'Raider' steht vor der parlamentarischen Genehmigung. Der Auftrag würde Rheinmetall technologisch neu positionieren und das Geschäft mit unbemannten Systemen stärken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Parlament entscheidet über 2,4-Milliarden-Euro-Auftrag
  • Neues Drohnensystem mit 100 km Reichweite
  • Auftragsbestand erreicht über 55 Milliarden Euro
  • Kontroverse um Äußerungen des CEO zu Ukraine

Ein 2,4-Milliarden-Euro-Auftrag steht kurz vor der parlamentarischen Freigabe — und dahinter steckt mehr als ein weiterer Bundeswehr-Deal. Mit dem „Raider“-System dringt Rheinmetall in ein Segment vor, das den Konzern technologisch neu positioniert.

Haushaltsausschuss entscheidet nächste Woche

Der Bundestag soll in der kommenden Woche grünes Licht für die Beschaffung der Loitering-Munition vom Typ „Raider“ (FV-014) geben. In einem ersten Schritt ist eine Festbestellung über rund 298 Millionen Euro vorgesehen. Der Gesamtrahmen des Vertrags umfasst bis zu 2,4 Milliarden Euro.

Das System ist eine Neuentwicklung: 100 Kilometer Reichweite, rund 70 Minuten Flugdauer. Die Drohnen sollen primär die neue deutsche Panzerbrigade 45 in Litauen schützen. Geliefert werden zunächst Bodenstationen, Flugkörper und Ausbildungssimulatoren — die endgültige Abnahme der Seriensysteme hängt allerdings von einer erfolgreichen Qualifizierung bis April 2027 ab.

Auftragsbestand von 55 Milliarden Euro als Rückenwind

Rheinmetall steht mit einem Auftragsbestand von über 55 Milliarden Euro auf einem soliden Fundament. Das Rekordjahr 2025 brachte rund 10 Milliarden Euro Umsatz, das operative Ergebnis kletterte um 33 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Für 2026 hält der Konzern an seiner stabilen Prognose fest.

Parallel dazu treibt Rheinmetall den Kapazitätsausbau bei Artilleriemunition voran. Bis 2027 sollen jährlich 1,1 Millionen 155-Millimeter-Granaten produziert werden — ein Niveau, das die Marktführerschaft in diesem Segment weiter ausbauen würde.

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CEO-Äußerungen belasten das Ukraine-Verhältnis

Schatten wirft eine Kontroverse um CEO Armin Papperger. In einem Interview mit dem Magazin „The Atlantic“ bezeichnete er die ukrainische Drohnenproduktion teilweise als „Heimarbeit“. Die Reaktion war prompt: Präsident Selenskyj äußerte öffentlich Unverständnis, Rheinmetall sah sich zu einer Gegendarstellung veranlasst, in der der Konzern den Respekt vor der ukrainischen Verteidigungsindustrie betonte.

Das ist kein rein diplomatisches Thema. Rheinmetall betreibt mehrere Joint Ventures in der Ukraine und baut dort Produktionsstätten für Panzer und Munition auf. Das Verhältnis zu diesem Partner bleibt damit strategisch bedeutsam — und wird von Marktbeobachtern entsprechend aufmerksam verfolgt.

Mit der Entscheidung des Haushaltsausschusses nächste Woche erhält das Segment unbemannter Systeme bei Rheinmetall ein konkretes finanzielles Fundament. Ein positiver Bescheid würde den Konzern als Anbieter von Loitering-Munition auf dem europäischen Markt etablieren und die Abhängigkeit vom klassischen Munitions- und Fahrzeuggeschäft weiter reduzieren.

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Diskussion zu Rheinmetall

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.