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Rheinmetall Aktie: Backlog erreicht 73 Milliarden Euro

Trotz Hochstufung auf „Outperform“ notiert die Rheinmetall-Aktie nahe am Jahrestief. Analysten sehen eine Einstiegschance, doch der Markt bleibt skeptisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Oddo BHF erhöht Rating auf Outperform
  • Kurs nahe 52-Wochen-Tief bei 1.170 Euro
  • Operativer Free Cashflow bleibt negativ
  • Umsatzprognose für 2026 unverändert

Oddo BHF stuft Rheinmetall auf „Outperform“ hoch — und der Kurs fällt trotzdem. Das sagt viel über die aktuelle Stimmungslage rund um den Düsseldorfer Rüstungskonzern.

Analyst sieht Einstiegschance

Oddo-Analyst Yan Derocles macht eine klare Ansage: Nach dem Kursrückgang biete Rheinmetall wieder eine Einstiegsgelegenheit. Er verweist auf einen Bewertungsabschlag von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Durchschnitt europäischer Rüstungskonkurrenten. Das neue Kursziel liegt bei 1.670 Euro — trotz Senkung weit über dem aktuellen Niveau.

Der Impuls kommt zur richtigen Zeit. Rheinmetall gehört laut dpa-AFX zu den schwächsten DAX-Werten der vergangenen drei Monate, gemeinsam mit BMW. Anleger zweifeln am Tempo der Auftragsabarbeitung und stellen Fragen zum Produktmix bei veränderten Kriegsschwerpunkten.

Zahlen zeigen das Dilemma

Die Quartalszahlen erklären, warum der Kurs trotz voller Auftragsbücher nicht steigt. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 8 Prozent auf 1,938 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu. Der Backlog erreichte 73 Milliarden Euro — erstmals inklusive Naval Systems mit rund 5,5 Milliarden Euro.

Auf der anderen Seite: Der operative Free Cashflow fiel auf minus 285 Millionen Euro. Rheinmetall erklärt das mit hohen Vorjahresanzahlungen, Vorratsaufbau und höherer Working-Capital-Bindung. Die Logik ist nachvollziehbar — aber der Markt bewertet Versprechen derzeit mit Abschlag.

Kurs nahe am Jahrestief

Die Kursdaten sprechen eine klare Sprache. Mit 1.169,60 Euro notiert die Aktie nur noch rund 6 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 1.099,80 Euro. Seit Jahresanfang beträgt das Minus fast 27 Prozent. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 1.577,25 Euro liegt mehr als 25 Prozent über dem aktuellen Kurs.

Für das Gesamtjahr 2026 hält Rheinmetall an seiner Prognose fest: Umsatz zwischen 14,0 und 14,5 Milliarden Euro, operative Marge von rund 19 Prozent. Diese Ziele sind die eigentliche Messlatte. Wer sie liefert, dürfte den Markt überzeugen — wer sie verfehlt, riskiert einen weiteren Rücksetzer in Richtung des Jahrestiefs.

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Diskussion zu Rheinmetall

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.