Startseite » DAX » Rheinmetall Aktie: Auftragsbestand springt auf 73 Milliarden

Rheinmetall Aktie: Auftragsbestand springt auf 73 Milliarden

Rheinmetall startet mit Dividendenabschlag und enttäuschenden Q1-Zahlen in die Woche. Analysten senken Ziele, der Auftragsbestand bleibt auf Rekordniveau.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie wird heute ex Dividende gehandelt
  • Quartalszahlen verfehlen Analystenerwartungen
  • Jahresprognose trotz Umsatzverfehlung bestätigt
  • Auftragsbestand erreicht neuen Rekordwert

Rheinmetall startet in diese Handelswoche mit gleich zwei Ereignissen. Gestern tagte die virtuelle Hauptversammlung. Heute, am Ex-Dividenden-Tag, wird die Aktie erstmals ohne Anspruch auf die beschlossene Ausschüttung gehandelt.

Dividende steigt deutlich — doch der Kurs belastet

Die Hauptversammlung hat die Dividende auf 11,50 Euro je Aktie angehoben. Im Vorjahr waren es 8,10 Euro. Auszahlung: 15. Mai 2026. Wer die Aktie gestern im Depot hielt, ist berechtigt. Heute ist der erwartete Abschlag in Höhe der Dividende technisch eingepreist.

Abseits der Ausschüttung war die Hauptversammlung nicht ungetrübt. Der Dachverband der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre beantragte, dem Vorstand die Entlastung für 2025 zu verweigern. Kritisiert wurden Waffenlieferungen an Staaten, die Menschenrechte verletzen.

Q1 verfehlt die Erwartungen

Der eigentliche Belastungsfaktor der vergangenen Tage: die Quartalszahlen. Der Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 8 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis legte um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro zu. Trotzdem blieben beide Werte unter den Analystenerwartungen — der Umsatz rund 300 Millionen Euro darunter.

Rheinmetall hatte den Fehlbetrag vorab per Ad-hoc erklärt: Rund 200 Millionen Euro an fertigen Trucks wurden nicht ausgeliefert, weil Kunden — vor allem in Deutschland — die Liefertermine vertraglich nach hinten verschoben hatten. Die Jahresprognose bekräftigte der Konzern trotzdem.

Prognose bleibt, Auftragsbestand auf Rekordniveau

Für 2026 rechnet Rheinmetall mit einem organischen Umsatzwachstum von 28 bis 31 Prozent — das entspricht Erlösen zwischen 14 und 14,5 Milliarden Euro. Die operative Marge soll auf 19 Prozent steigen. Im zweiten Quartal erwartet der Vorstand eine spürbare Wachstumsbeschleunigung.

Der Auftragsbestand erreichte 73 Milliarden Euro — mehr als fünf Jahresumsätze. Das Management will diesen Wert bis Ende 2026 auf bis zu 135 Milliarden Euro ausbauen.

Analysten senken Ziele, Konsens bleibt weit über aktuellem Kurs

JPMorgan hat das Rating von Overweight auf Neutral gesenkt und Bedenken bei Umsetzung und Produktportfolio geäußert. Warburg-Analyst Christian Cohrs senkte sein Kursziel von 1.700 auf 1.550 Euro.

Das durchschnittliche Kursziel liegt dennoch bei 2.011 Euro — rund 73 Prozent über dem gestrigen Schlusskurs von 1.162,40 Euro, dem aktuellen 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 27 Prozent verloren. Selbst das niedrigste Kursziel im Konsens impliziert eine Erholung von mehr als 25 Prozent.

Entscheidend für die nächsten Wochen wird sein, ob Rheinmetall die verschobenen Lieferungen tatsächlich im zweiten Quartal nachholt — und damit die Prognose untermauert.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 13. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall

Rheinmetall Chart