Bernstein Research hat Rheinmetall gestern Medienberichten zufolge von „Outperform“ auf „Market-Perform“ herabgestuft. Nach der Prognosekorrektur des Konzerns senkte das Analysehaus zugleich sein Kursziel von 1.200 auf 1.000 Euro. Die Aktie verlor am Freitag 1,4%.
Auch Oddo BHF wird vorsichtiger
Oddo BHF stufte Rheinmetall gestern Medienberichten zufolge ebenfalls herab: Die Empfehlung wechselte von „Outperform“ auf „Neutral“. Das Kursziel reduzierte das Haus von 1.670 auf 1.200 Euro.
Rheinmetall hatte am Donnerstag seine gesenkte Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 bestätigt. Der Konzern erwartet rund 13,2 Milliarden Euro Umsatz. Zuvor hatte die Zielspanne bei 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro gelegen.
Die erwartete operative Ergebnismarge reduzierte Rheinmetall von rund 19% auf rund 18,5%. Als Gründe nannte das Unternehmen wahrscheinliche Verzögerungen beim Bundeswehr-Projekt Arminius und spätere Losabnahmen von Artilleriemunition.
Von den Verschiebungen betroffen sind nach Unternehmensangaben auch Auftragseingang, Anzahlungen und Umsatzbeiträge aus Arminius: Sie werden ins Jahr 2027 verschoben. Rheinmetall verwies außerdem auf Verzögerungen bei neuen Geschäftsvorhaben, darunter die Zusammenarbeit mit Destinus.
Neunmonatszahlen zeigen deutliches Wachstum
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Rheinmetall einen Umsatz von 8,4 Milliarden Euro. Das entsprach einem Zuwachs von 38%.
Das operative Ergebnis erhöhte sich um 69% auf 1,34 Milliarden Euro. Die operative Marge erreichte 16,0%. Mit der Mitteilung zu diesen Geschäftszahlen bestätigte Rheinmetall zugleich die Anpassung seiner Jahresprognose.
Als nächster bestätigter Termin für die Finanzkommunikation steht der Kapitalmarkttag am 27. November in Hamburg an. Rheinmetall führt die Veranstaltung in seinem Finanzkalender.
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