Rheinmetall baut seine technologische Dominanz massiv aus. Von gedruckten Panzerteilen bis zu neuartigen Raketenantrieben treibt der Konzern seine Projekte voran. An der Börse spiegelt sich diese Dynamik derzeit kaum wider. Die Aktie kämpft mit einem zähen Abwärtstrend.
Neue Wege in der Fertigung
In Großbritannien revolutioniert Rheinmetall aktuell die Produktion des Challenger-3-Panzers. Das Unternehmen druckt komplexe Rohrleitungskomponenten im 3D-Verfahren. Der spezielle Hochtemperatur-Kunststoff spart teure Werkzeuge und beschleunigt Designänderungen enorm.
Parallel dazu weitet der Konzern seine transatlantischen Partnerschaften aus. Zusammen mit General Atomics plant Rheinmetall die Massenproduktion der neuen Präzisionsmunition Vektrex. Diese Munition soll die Reichweite gängiger Artilleriesysteme auf das Zwei- bis Dreifache steigern.
Raketen und Milliarden-Aufträge
Ein weiterer strategischer Baustein ist das geplante Joint Venture mit Destinus. Der Antriebsspezialist hat gerade das tausendste Triebwerk für Marschflugkörper fertiggestellt. Künftig wollen beide Firmen gemeinsam Raketensysteme der nächsten Generation bauen. Die geplante Variante Ruta B3 soll Ziele in bis zu 2.000 Kilometern Entfernung treffen.
In Italien winken derweil lukrative Großaufträge. Rom will bis zum Jahr 2038 neue Kampfpanzer anschaffen. Dafür plant die Regierung rund 8,2 Milliarden Euro ein. Rheinmetall hat zusammen mit Leonardo ein Angebot auf Basis des Panther-Panzers eingereicht.
Diskrepanz an der Börse
Analysten von Morningstar sehen die Aktie aufgrund der vollen Auftragsbücher als unterbewertet an. Ein krasser Gegensatz zur Realität auf dem Parkett. Seit Jahresbeginn hat das Papier gut 25 Prozent an Wert verloren.
Am Freitag schloss die Aktie bei exakt 1.200,20 Euro. Damit notiert der Kurs deutlich unter der langfristigen 200-Tage-Linie. Fällt der Wert unter die wichtige Unterstützungsmarke von rund 1.100 Euro, drohen weitere charttechnische Rücksetzer.
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