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Rheinmetall Aktie: 80,5 Milliarden bis 2027

Rheinmetall verliert 2,6 Prozent nach mwb-Research-Warnung. Analysten sehen Deckungslücke im Auftragsbestand für 2028 und Risiken bei Steyr und F126.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Schwächster DAX-Wert am Handelstag
  • Analysten warnen vor Deckungslücke 2028
  • Risiken bei Steyr und F126-Projekt
  • Kurs 41 Prozent unter Jahreshoch

Rheinmetall gerät heute unter Druck: Die Aktie fällt um 2,6 Prozent auf 1.180,40 Euro und ist damit schwächster Wert im DAX. Auslöser ist eine kritische Einschätzung von mwb research zum Auftragsbestand des Rüstungskonzerns.

Auftragsbestand reicht nicht bis 2028

Die Analysten von mwb research weisen darauf hin, dass der Auftragsbestand von 80,5 Milliarden Euro die Umsatzerwartungen des Marktes zwar bis 2027 abdeckt, für 2028 jedoch eine Lücke entstehen könnte. Nach Einschätzung des Hauses sind die aktuellen Markterwartungen insgesamt zu hoch angesetzt. Als Risikofaktoren nennen die Experten insbesondere das Steyr-Geschäft und das F126-Projekt, bei denen Verzögerungen kaum Spielraum lassen.

Die Warnung trifft auf einen Markt, der Rheinmetall zuletzt ohnehin skeptischer beäugt. Der aktuelle Kurs liegt gut 41 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 2.007,00 Euro, das die Aktie Anfang Oktober markiert hatte. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 24 Prozent zu Buche – ein deutlicher Kontrast zur mehrjährigen Rally, die Rheinmetall zu einem der auffälligsten DAX-Werte der vergangenen Jahre gemacht hatte.

Kein Einzelfall im Rüstungssektor

Konkurrenten wie BAE Systems, Thales, General Dynamics, Lockheed Martin und Northrop Grumman zeigten sich am selben Handelstag deutlich stabiler als Rheinmetall, was den Verkaufsdruck bei dem deutschen Konzern zusätzlich unterstreicht. Der Rücksetzer folgt auf eine Phase spürbarer Kursgewinne der vergangenen Wochen, in der das Papier deutlich zulegen konnte – ein Umstand, der Gewinnmitnahmen zusätzlich begünstigt haben dürfte.

Die Diskussion um die Auftragslage fällt zudem in ein Marktumfeld, das ohnehin nervös ist: Steigende US-Anleiherenditen belasten weltweit Technologie- und Wachstumswerte, während in Deutschland die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen auf 3,26 Prozent geklettert ist – den höchsten Stand seit der Eurokrise. Das drückt allgemein auf die Risikobereitschaft der Anleger und trifft zyklisch sensible Titel wie Rheinmetall besonders.

Was Anleger jetzt im Blick haben sollten

Die zentrale Frage für Investoren ist nicht die aktuelle Kursbewegung, sondern die strukturelle: Kann Rheinmetall die Lücke im Auftragsbestand für 2028 rechtzeitig schließen? Bislang deckt der Auftragsbestand die Konsenserwartungen bis 2027 komfortabel ab, doch danach fehlt sichtbarer Puffer. Sollten sich Projekte wie Steyr oder F126 verzögern, könnte sich die Skepsis der Analysten bestätigen.

Der aktuelle Kurs notiert dennoch rund 7,6 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1.097,07 Euro, was zeigt, dass die kurzfristige Erholungsbewegung der vergangenen Wochen trotz des heutigen Rückschlags noch nicht vollständig aufgezehrt ist. Für die mittelfristige Einordnung dürfte jedoch entscheidend sein, ob Rheinmetall in den kommenden Quartalen neue Großaufträge vermelden kann, die die von mwb research skizzierte Lücke ab 2028 schließen.

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Diskussion zu Rheinmetall

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.