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Rheinmetall Aktie: 73 Milliarden Euro Auftragsbestand

Rheinmetall schmiedet auf der Eurosatory strategische Partnerschaften und plant einen Marschflugkörper, um die US-Dominanz in Europa zu brechen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Drei neue Kooperationen in Paris
  • Eigener Marschflugkörper für Europa
  • Auftragsbestand bei 73 Milliarden Euro
  • Analysten sehen günstigen Einstiegszeitpunkt

Rheinmetall füllt die Auftragsbücher, aber die Aktie hinkt hinterher. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris hat der Konzern nun ein klares Signal gesendet. Mit neuen Allianzen und weitreichenden Waffen greift das Unternehmen die US-Dominanz in Europa an.

Drei neue Allianzen für Europa

In Paris schmiedete Rheinmetall gleich drei strategische Allianzen. Mit General Atomics plant der Konzern eine Koproduktion der Präzisionsmunition „Vektrex“. Diese Geschosse sollen die Reichweite der NATO-Artillerie massiv erhöhen. Parallel dazu baut Rheinmetall mit Vantor eine europäische 3D-Aufklärungsplattform auf. Sie liefert Streitkräften präzise Sensordaten in Echtzeit. Bereits zuvor vereinbarte das Management eine Kooperation mit LIG Defense&Aerospace für neue Luftverteidigungssysteme.

Ein technologisches Ausrufezeichen setzt das Programm „Ruta Block 3“. Das Joint Venture Rheinmetall Destinus Strike Systems treibt diesen neuen Marschflugkörper voran. Er erreicht Ziele in über 2.000 Kilometern Entfernung. Die Endmontage findet in Deutschland statt. Bereits Ende 2026 will der Konzern lieferfähig sein. Das Ziel: europäische Unabhängigkeit bei strategischen Distanzwaffen. Bisher dominieren US-Systeme diesen Bereich.

Analysten sehen Einstiegschance

Operativ läuft es rund. Der Auftragsbestand liegt bei 73 Milliarden Euro. Langfristig peilt der Vorstand ein Volumen von 120 Milliarden Euro an. Analysten werten den Kursrückgang der vergangenen Monate daher als Einstiegschance. Die Privatbank Berenberg bestätigt ihr Kursziel von 1.750 Euro und rät zum Kauf.

An der Börse zeigt sich ein anderes Bild. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 25 Prozent an Wert. Am Freitag schloss das Papier bei 1.200,20 Euro. Der Kurs notiert damit weiterhin unter dem viel beachteten 50-Tage-Durchschnitt. Immerhin konnte sich der Wert stabil vom jüngsten Jahrestief absetzen.

In der neuen Woche stehen wichtige Termine an. Am 23. Juni präsentiert sich das Management auf der Mediobanca CEO Conference in Mailand. Kurz darauf folgt der Baader Bank Partner Summit. Marktbeobachter erwarten dort weitere Details zu den Pariser Verträgen. Das Management dürfte diese Plattformen nutzen, um die Jahresprognose festzuzurren.

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Diskussion zu Rheinmetall

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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