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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: 73 Milliarden Euro Auftragsbestand

Rheinmetall startet mit Partnern ein europäisches Satellitennetzwerk für militärische Aufklärung und treibt so den Wandel zum Rüstungsspezialisten voran.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gemeinschaftsunternehmen für Satellitenaufklärung
  • Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent
  • Produktion startet im Sommer
  • Aktie erholt sich leicht

Rheinmetall greift nach den Sternen. Auf der Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin präsentierte der Rüstungskonzern sein neuestes Projekt. Ein industrielles Netzwerk für weltraumgestützte Aufklärung soll entstehen. Damit treibt das Düsseldorfer Unternehmen den Umbau zum reinen Verteidigungsspezialisten konsequent voran.

Souveräne Daten für die Bundeswehr

Im Zentrum steht das neue Gemeinschaftsunternehmen Rheinmetall ICEYE Space Solutions. Rheinmetall hält daran eine Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent. Zusammen mit dem finnischen Betreiber ICEYE sowie Start-ups wie Reflex Aerospace plant der Konzern eine unabhängige europäische Satellitenarchitektur. Das Ziel: Hochpräzise Überwachungsdaten für die Streitkräfte und verbündete Nationen. Die Produktion der Satellitenkomponenten soll bereits im Sommer anlaufen.

Fokus auf Rüstung und Sicherheit

Der Schritt ins All passt zur aktuellen Strategie. Erst kürzlich verkaufte Rheinmetall seine zivile Sparte für rund 350 Millionen Euro. Der Konzern konzentriert sich nun vollständig auf das Kerngeschäft. Das spiegelt sich in den Büchern wider. Der Auftragsbestand liegt bei massiven 73 Milliarden Euro. Neben Satelliten treibt das Management auch mobile Flugabwehrsysteme voran. Die Produktionskapazitäten für den Skyranger sollen auf 400 Einheiten jährlich steigen.

Erholung auf niedrigem Niveau

An der Börse stieß die Weltraum-Offensive auf Zustimmung. Die Aktie kletterte am Donnerstag um 1,51 Prozent auf 1.212,20 Euro. Damit setzt sich die vorsichtige Erholung fort. Im Mai hatte das Papier noch ein Jahrestief bei knapp 1.100 Euro markiert.

Trotz des jüngsten Aufschwungs bleibt das Chartbild angespannt. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von rund 24 Prozent auf der Anzeigetafel. Bis zum Rekordhoch aus dem vergangenen September fehlen der Aktie fast 40 Prozent. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 44 derzeit eine neutrale Marktphase.

In den kommenden Wochen stehen wichtige Termine an. Im August präsentiert Rheinmetall die Zahlen für das zweite Quartal. Investoren achten dann besonders auf den Produktionshochlauf bei Munition und Fahrzeugen. Ein zentraler Meilenstein wird der geplante Start der Panzerproduktion in der Ukraine.

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Redaktion Kapitalmarktexperten

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