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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: 63,8 Milliarden Auftragsbestand

Rheinmetall verzeichnet trotz Rekordaufträgen und Großprojekten einen deutlichen Kursrückgang. Der anstehende Quartalsbericht könnte die Trendwende bringen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie fällt trotz voller Auftragsbücher
  • Rumänien bestellt Schiffe und Panzer
  • Quartalszahlen am 7. Mai erwartet
  • Höhere Dividende von 11,50 Euro vorgeschlagen

Volle Auftragsbücher, schwache Kurse. Bei Rheinmetall klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern sammelt europaweit neue Großaufträge ein. Die Aktie rutscht parallel dazu in Richtung Jahrestief.

Am Freitag schloss das Papier bei 1.357,80 Euro. Damit notiert der Wert nur knapp über dem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresanfang verzeichnet die Aktie ein Minus von gut 15 Prozent.

Der Abwärtstrend zeigt sich deutlich im Chartbild. Der Abstand zur langfristigen 200-Tage-Linie ist mittlerweile auf fast 19 Prozent angewachsen.

Bukarest bestellt im großen Stil

Das jüngste Paket aus Rumänien zeigt die strategische Breite des Konzerns. Ein von Rheinmetall geführtes Joint Venture soll vier neue Schiffe bauen. Darunter fallen zwei Leichtkorvetten. Rheinmetall plant die Auslieferung bis zum Jahr 2030.

Das Marineprogramm bildet nur den Anfang. Das rumänische Verteidigungsministerium will neue Lynx-Schützenpanzer kaufen. Dieses Programm hat einen geschätzten Wert von rund 3,4 Milliarden Euro. Hinzu kommen sieben Skynex-Systeme zur Luftverteidigung. Spezielle EU-Kredite sollen diese Käufe finanzieren.

Quartalszahlen als Impulsgeber

Am 7. Mai präsentiert Rheinmetall die Zahlen für das erste Quartal. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management bis zu 14,5 Milliarden Euro Umsatz an. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen.

Das schafft Planungssicherheit. Gut 91 Prozent des anvisierten Umsatzes sind bereits durch bestehende Aufträge gedeckt. Der gesamte Auftragsbestand wuchs zuletzt auf den Rekordwert von knapp 64 Milliarden Euro.

Am 12. Mai folgt die virtuelle Hauptversammlung. Der Vorstand schlägt eine deutlich höhere Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor. Analysten bleiben trotz der Kursschwäche zuversichtlich. JPMorgan belässt das Kursziel bei 2.130 Euro. Bernstein sieht in dem Kursrutsch eine klare Übertreibung.

Der kommende Quartalsbericht entscheidet über die kurzfristige Richtung. Überzeugende Margen könnten den Abwärtstrend stoppen. Enttäuschen die Zahlen, rückt das jüngste Tief bei 1.337 Euro schnell wieder in den Fokus.

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