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Rheinmetall Aktie: 5,7-Milliarden-Auftrag aus Rumänien

Rheinmetall vollendet Mehrheitsübernahme von DOK-ING und erhält 5,7-Milliarden-Auftrag aus Rumänien. Die Aktie reagiert mit deutlichem Kursplus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrheitsübernahme von DOK-ING abgeschlossen
  • Milliardenauftrag für Flugabwehr aus Rumänien
  • Aktie steigt um über drei Prozent
  • Neues Kompetenzzentrum in Zagreb geplant

Rheinmetall meldet gleich zwei positive Nachrichten an einem Tag. Der Rüstungskonzern schließt eine wichtige Übernahme ab. Zusätzlich bestätigt sich ein milliardenschwerer Auftrag aus Rumänien. Die Aktie honoriert das am Donnerstag deutlich.

Das Papier notiert aktuell bei 1.089,00 Euro. Das bedeutet ein Plus von 3,16 Prozent am Tag. Auf Wochensicht steht sogar ein Kursgewinn von 15,26 Prozent zu Buche.

Closing perfekt: DOK-ING gehört jetzt zu Rheinmetall

Rheinmetall hat die Mehrheitsübernahme am kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING abgeschlossen. Der Konzern hält künftig 51 Prozent der Anteile. Der Vollzug erfolgte zum 1. Juli 2026.

Das Unternehmen firmiert nun unter dem Namen „Rheinmetall Unmanned Vehicles d.o.o.“. Gründer Vjekoslav Majetić behält die restlichen 49 Prozent. In Zagreb entsteht ein neues Kompetenzzentrum für autonome Militärfahrzeuge.

Technologisches Herzstück ist die Hybrid-Plattform „Komodo“. Sie trägt eine Nutzlast von über 8,5 Tonnen. Rheinmetall will darauf Module für Minenräumung, Aufklärung und Logistik zur Serienreife bringen. Auch das bewaffnete System „Wingman“ soll auf dieser Basis entstehen.

Rumänien bestellt Skyranger im großen Stil

Parallel dazu ordnet der Markt einen bereits bekannten Großauftrag neu ein. Rumänien hat Rheinmetall offiziell mit Flugabwehrsystemen beauftragt. Das gesamte Rüstungspaket hat ein Volumen von rund 5,7 Milliarden Euro.

Im Zentrum steht das System Skyranger 35. Rumänien bestellt 24 Einheiten auf der Kettenplattform des Schützenpanzers KF41 Lynx. Hinzu kommen sieben Skynex-Systeme sowie zwei Millennium-Geschütze für den maritimen Einsatz.

Der Auftrag zeigt, wie stark Rheinmetall die Modernisierung der NATO-Ostflanke prägt. Die wachsende Drohnenbedrohung im Luftraum treibt die Nachfrage nach solchen Systemen zusätzlich an.

Erholung nach schwerem Ausverkauf

Die aktuelle Rally kommt nicht aus dem Nichts. Erst am 25. Juni 2026 markierte die Aktie bei 902,50 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seither hat sich das Bild spürbar aufgehellt.

Ein Faktor: Der Wettbewerber KNDS hat seinen geplanten Börsengang wegen der volatilen Marktlage vorerst abgesagt. Das nimmt Druck von Rheinmetall im Wettbewerb um Anlegerkapital. Hinzu kommen Insiderkäufe im Volumen von über 3,1 Millionen Euro in der vergangenen Woche – Führungskräfte griffen bei Kursen um 950 Euro zu.

Trotz des Rückgangs von 32,00 Prozent seit Jahresbeginn verweisen Analysten auf den Rekord-Auftragsbestand des Konzerns. Der RSI von 45,6 signalisiert derzeit eine neutrale Marktlage. Die hohe Volatilität von 68,62 Prozent zeigt aber: Ruhig wird es bei dieser Aktie vorerst nicht.

Noch liegt der Kurs weit unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1.542,95 Euro. Der nächste wichtige Termin steht bereits fest: Am 6. August 2026 legt Rheinmetall seinen Bericht zum zweiten Quartal vor. Dann zeigt sich, ob sich der operative Rückenwind aus Zagreb und Bukarest auch in den Zahlen niederschlägt.

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