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Rheinmetall Aktie: 500 Millionen Euro mit 3,375 Prozent

Rheinmetall platziert Anleihe mit Rekordnachfrage und erhält Großauftrag über eine Milliarde Euro von der Bundeswehr.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Anleihe fast achtfach überzeichnet
  • 500 Millionen Euro Bond platziert
  • Bundeswehr-Auftrag über eine Milliarde
  • Aktie erholt sich trotz Jahresminus

Rheinmetall hat eine Anleihe platziert — und der Kapitalmarkt hat kaum noch Platz gehabt. Das Orderbuch war fast achtfach überzeichnet. Für einen Rüstungskonzern, der zuletzt vor 16 Jahren eine klassische Unternehmensanleihe begeben hat, ist das ein bemerkenswertes Signal.

Rekordnachfrage nach erstem Bond seit 2010

Das Volumen der neuen Anleihe liegt bei 500 Millionen Euro. Der Kupon beträgt 3,375 Prozent pro Jahr, die Laufzeit endet im Mai 2031. Institutionelle Investoren orderten Papiere im Wert von fast 3,9 Milliarden Euro — eine Überzeichnung von rund 7,8-fach.

Zuletzt hatte Rheinmetall 2010 einen klassischen Bond begeben. 2023 kamen zwar zwei Wandelanleihen über insgesamt eine Milliarde Euro hinzu, aber das ist eine andere Kategorie. Die Erlöse aus dem neuen Bond fließen in allgemeine Unternehmenszwecke — inklusive der Refinanzierung anstehender Fälligkeiten.

Bundeswehr-Auftrag über eine Milliarde Euro

Parallel zur Anleihe meldet Rheinmetall einen Großauftrag der Bundeswehr. Die deutschen Streitkräfte rufen eine weitere Tranche aus einem bestehenden Rahmenvertrag ab: über 2.000 ungeschützte Transportfahrzeuge in verschiedenen Gewichtsklassen.

Das Paket hat ein Bruttovolumen von rund 1,015 Milliarden Euro. Rheinmetall bucht den Auftrag im zweiten Quartal 2026, einen Großteil der Fahrzeuge liefert der Konzern noch in diesem Jahr aus.

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Kurs erholt sich — technisches Bild bleibt belastet

Die Aktie schloss am Freitag bei 1.291,60 Euro und hat damit binnen sieben Tagen rund 5,75 Prozent gewonnen. Seit Jahresbeginn steht allerdings ein Minus von knapp 20 Prozent zu Buche. Zum 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro fehlen noch rund 35 Prozent.

Der RSI liegt mit 84,1 im überkauften Bereich — ein Zeichen, dass die jüngste Erholung technisch etwas vorausgeeilt ist. Der 200-Tage-Durchschnitt bei 1.634 Euro bleibt in weiter Ferne.

Am 6. August legt Rheinmetall die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Dann zeigt sich, wie viel von der starken Auftragslage bereits in der Bilanz angekommen ist.

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Diskussion zu Rheinmetall

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.