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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: 500 Millionen Anleihe nach 16 Jahren

Rheinmetall bereitet erstmals seit 16 Jahren eine klassische Anleihe über 500 Millionen Euro vor, um den Kapitalbedarf für das Wachstum zu decken.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erste klassische Anleihe seit 2010
  • 500 Millionen Euro für Expansion
  • Operativer Cashflow im Minus
  • Aktie erholt sich nach Kursrutsch

Der Düsseldorfer Rüstungskonzern rüstet sich finanziell für die nächste Wachstumsphase. Erstmals seit 2010 bereitet Rheinmetall offenbar wieder die Ausgabe einer klassischen, unbesicherten Unternehmensanleihe vor. Die angepeilten 500 Millionen Euro sollen helfen, den enormen Kapitalbedarf der laufenden Expansion zu stemmen. Das dürfte spannend werden, denn der Schritt offenbart die Vorlaufkosten des aktuellen Rüstungsbooms.

Banken-Konsortium steht bereit

Laut übereinstimmenden Medienberichten spricht das Management derzeit mit Investoren über ein fünfjähriges Papier. Mehrere Großbanken, darunter Crédit Agricole, UniCredit und die Deutsche Bank, begleiten die geplante Platzierung. Die Ratingagentur Moody’s stuft die Bonität voraussichtlich mit „Baa1“ ein. Bislang nutzte der Konzern für seine Fremdfinanzierung primär Wandelanleihen oder Schuldscheindarlehen.

Der Gang an den Kapitalmarkt hat einen konkreten operativen Hintergrund. Im ersten Quartal rutschte der operative Free Cashflow auf minus 285 Millionen Euro ab. Das Management begründete diesen Rückgang mit einem massiven Aufbau von Vorräten und höheren Investitionen. Um das geplante Umsatzwachstum im laufenden Jahr abzusichern, bindet Rheinmetall aktuell viel Liquidität in der Produktion.

Parallel dazu lieferten die jüngsten Quartalszahlen ein gemischtes Bild. Der Umsatz lag mit knapp 1,94 Milliarden Euro deutlich unter den Markterwartungen von 2,3 Milliarden Euro. Die operative Marge traf mit 11,6 Prozent hingegen exakt die Prognosen. Ein vollständiger Produktionsanlauf am spanischen Standort Murcia sowie anstehende Lkw-Übergaben sollen das zweite Quartal nun spürbar antreiben.

Aktie im Erholungsmodus

An der Börse verarbeiten Investoren derweil eine wilde Fahrt. Nach einem Absturz auf das Maitief bei 1.118 Euro konnte sich die Rheinmetall Aktie zuletzt wieder berappeln. Auf Wochensicht kletterte der Kurs auf aktuell 1.216,40 Euro. Die Volatilität bleibt mit knapp 51 Prozent allerdings auf einem anhaltend hohen Niveau.

Der gigantische Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro bildet das fundamentale Rückgrat für die weitere Entwicklung. Gelingt die operative Beschleunigung im zweiten Quartal wie angekündigt, dürfte der Konzern die neue Anleihe problemlos platzieren. Das Management hält eisern an den Jahreszielen fest und peilt bis zu 14,5 Milliarden Euro Umsatz an. Die nächsten Lieferzahlen aus der Munitions- und Fahrzeugproduktion im Sommer liefern den entscheidenden Gradmesser für diese Prognose.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.