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Rheinmetall Aktie: 3,1-Milliarden-Deal aus Belgien

Belgien plant Großauftrag über 3,1 Milliarden Euro für Rheinmetall-Skyranger-Systeme. Entscheidung beim NATO-Gipfel in Ankara erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Belgien bestellt 20 Skyranger-Systeme
  • Auftragswert von 3,1 Milliarden Euro
  • NATO-Gipfel bringt mögliche Entscheidung
  • Aktie erholt sich vom Jahrestief

Rheinmetall steuert auf eine entscheidende Woche zu. Belgien plant einen Großauftrag über 3,1 Milliarden Euro für Luftabwehrsysteme. Die offizielle Ankündigung könnte beim NATO-Gipfel in Ankara fallen — genau dort, wo sich in den kommenden Tagen die Verteidigungsminister der Mitgliedstaaten treffen.

Am Freitag schloss die Aktie bei 1.097,00 Euro, ein Minus von 0,51 Prozent. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 16,63 Prozent zu Buche. Der Jahresverlauf bleibt trotzdem schwach: Seit Jahresbeginn hat das Papier 31,50 Prozent verloren.

Belgien setzt auf Skyranger-Systeme

Im Zentrum des geplanten belgischen Pakets stehen 20 Skyranger-Systeme von Rheinmetall. Sie sollen in der 30-mm-Konfiguration geliefert werden. Belgien will dabei bestehende niederländische Rahmenverträge nutzen, um die Beschaffung zu beschleunigen und die Kompatibilität mit Nachbarstaaten zu sichern.

Für Rheinmetall wäre der Deal ein Gewinn. Der Konzern würde seine Position im Bereich der Kurzstrecken-Luftverteidigung deutlich ausbauen. Die offizielle Bestätigung steht noch aus — Medienberichte sprechen von einer Ankündigung während des NATO-Gipfels am 7. und 8. Juli.

Skynex-Auftrag bereits eingetütet

Während der Belgien-Deal noch Zukunftsmusik ist, hat Rheinmetall bereits am 2. Juli einen konkreten Erfolg vermeldet. Ein internationaler Kunde bestellte vier komplette Skynex-Luftverteidigungssysteme. Das Unternehmen nennt den Kunden nicht namentlich.

Der Auftragswert liegt im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Neben den Geschützsystemen umfasst das Paket auch Lastkraftwagen, Munition und ein komplettes Logistikpaket. Das erste System soll nach 21 Monaten ausgeliefert werden, das gesamte Projekt läuft über 39 Monate.

Charttechnik zeigt Stabilisierung

Seit dem 52-Wochen-Tief bei 902,50 Euro am 25. Juni hat sich der Kurs um 21,55 Prozent erholt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.995,00 Euro aus dem September 2025 trennen die Aktie aber immer noch 45 Prozent. Auch der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten bleibt deutlich: Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.197,09 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 1.538,88 Euro.

Der RSI notiert mit 46,5 im neutralen Bereich. Weder überkauft noch überverkauft, lautet die technische Einordnung. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität bleibt mit 69,10 Prozent hoch — ein Hinweis darauf, dass größere Kursausschläge in beide Richtungen weiterhin möglich sind.

Woche mit zwei Terminen

Zwei Ereignisse dürften die kommende Woche prägen. Am Montag, den 6. Juli, veröffentlicht Deutschland um 8:00 Uhr die Auftragseingänge der Industrie für Mai. Als Frühindikator könnten die Zahlen Hinweise auf die industrielle Dynamik im Inland liefern.

Der NATO-Gipfel am 7. und 8. Juli in Ankara dürfte für den Rüstungssektor jedoch die größere Rolle spielen. Bestätigen sich die Berichte über den belgischen Großauftrag, wäre das ein weiterer Baustein im Auftragsbuch von Rheinmetall. Den nächsten konkreten Blick auf die Geschäftsentwicklung liefert der Quartalsbericht, den der Konzern für den 6. August angekündigt hat.

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