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Rheinmetall Aktie: 2.500 Drohnen für 300 Millionen

Rheinmetall startet Serienproduktion von Loitering-Munition, während der Aktienkurs aufgrund von Verzögerungsrisiken und hoher Bewertung nachgibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Serienproduktion von Loitering-Munition angelaufen
  • Möglicher Milliardenauftrag für F126-Fregatten
  • Auftragsbestand von 72,9 Milliarden Euro
  • Aktie verliert trotz operativer Erfolge

Rheinmetall liefert operative Nachrichten, die eigentlich Rückenwind geben müssten. Neue Drohnenproduktion, ein möglicher Marineauftrag und ein hoher Auftragsbestand sprechen für Wachstum. Die Aktie reagiert anders. Der Markt straft vor allem Verzögerungsrisiken und die hohe Bewertung der vergangenen Rally ab.

Am Freitag schloss die Aktie bei 1.123,80 Euro, ein Tagesminus von 2,01 Prozent. In den vergangenen 30 Tagen verlor sie 25,88 Prozent.

Die Nähe zum Jahrestief ist damit kein Nebengeräusch mehr. Sie zeigt, wie stark Investoren selbst bei gut gefüllten Auftragsbüchern auf Timing und Umsetzung achten.

Drohnenproduktion läuft an

Der wichtigste operative Schritt kam aus Neuss. Rheinmetall ist am 12. Mai 2026 in die Serienproduktion von Loitering-Munition eingestiegen. CEO Armin Papperger sagte auf der Online-Hauptversammlung: „Mit diesem System gehen wir am Standort Neuss jetzt in die Serienproduktion.“

Die Drohne FV-014 erreicht bis zu 100 Kilometer und bleibt bis zu 70 Minuten in der Luft. Gefertigt wurde das Modell bereits in Braunschweig. Nun erweitert Rheinmetall die Produktion auf ein früheres Autoteilewerk bei Düsseldorf.

Der Bundeswehr-Vertrag hat ein Volumen von bis zu 2,4 Milliarden Euro. Im ersten Abruf sind 2.500 Drohnen für rund 300 Millionen Euro beauftragt. Die Lieferung soll in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen.

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Marineauftrag bleibt der Kurstreiber

Parallel dazu rückt das F126-Fregattenprogramm näher. Rheinmetall könnte noch in diesem Quartal einen Vertrag zur Übernahme des verzögerten Projekts unterzeichnen. Im Raum stehen rund 12 Milliarden Euro für Rheinmetall, die Gesamtkosten könnten auf etwa 14 Milliarden Euro steigen.

Das Angebot enthält eine Inflationsklausel. Das erste Schiff soll nach der aktuellen Planung im Jahr 2032 ausgeliefert werden, vier Jahre später als ursprünglich vorgesehen. Unter bestimmten Bedingungen hält Rheinmetall eine frühere Fertigstellung für möglich.

Der Konzern hat bereits eine technische Due Diligence durchgeführt. Er würde den niederländischen Schiffbauer Damen ersetzen, der laut Verteidigungsministerium mit dem Auftrag im Rückstand liegt.

Gute Zahlen, schwache Stimmung

Fundamental bleibt das Bild stark. Der Auftragsbestand liegt bei 72,9 Milliarden Euro, das Management erwartet für das laufende Jahr ein Umsatzplus von über 40 Prozent. Im Auftaktquartal stieg der operative Gewinn um 17 Prozent.

Barclays wertet die Korrektur im europäischen Rüstungssektor als überzogen. Die Bank bleibt bei „Overweight“ und verweist darauf, dass Rheinmetall die Jahresprognose bestätigt hat. Außerdem erwartet der Konzern im Folgequartal mehr Tempo, auch wegen der Munitionsproduktion in Spanien.

In der neuen Handelswoche rückt vor allem F126 wieder in den Vordergrund. Kommt vor der Sommerpause kein Vertrag, droht dem Marineprogramm weiterer Zeitverlust. Gelingt ein Abschluss, hätte Rheinmetall einen neuen Großauftrag in Aussicht, während die Aktie nahe ihrem Tief notiert.

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