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Rheinmetall Aktie: 2.000 Transportfahrzeuge für Bundeswehr

Rheinmetall erhält Bundeswehr-Abruf über eine Milliarde Euro und platziert erfolgreich eine 500-Millionen-Anleihe. Die Aktie reagiert verhalten positiv.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Bundeswehr ordert über 2.000 Transportfahrzeuge
  • Erfolgreiche Anleiheemission über 500 Millionen Euro
  • Aktie steigt leicht auf Wochensicht
  • Jahresperformance bleibt deutlich negativ

Rheinmetall bekommt zum Monatsende genau die Meldungen, die der Aktie zuletzt gefehlt haben: einen Bundeswehr-Abruf im Milliardenumfang und eine stark nachgefragte Refinanzierung. Beides stützt die Wachstumsstory, die im Kursbild zuletzt Risse bekommen hatte. Die Erholung ist da. Belastbar ist sie noch nicht.

Bundeswehr-Abruf füllt die Bücher

Die Bundeswehr ruft mehr als 2.000 zusätzliche militärische Transportfahrzeuge ab. Der Wert liegt bei rund einer Milliarde Euro; verbucht wird der Abruf im laufenden Quartal.

Für Rheinmetall ist das mehr als ein normaler Nachtrag. Der Auftrag sichert Auslastung im Kerngeschäft und passt in eine Phase, in der Verteidigungsausgaben in Europa strukturell höher bleiben dürften.

Bestellt werden ungeschützte Transportfahrzeuge in den Achsklassen 4×4, 6×6 und 8×8. Die Lkw basieren auf der HX-Fahrzeugfamilie der Tochter Rheinmetall MAN Military Vehicles.

Der Abruf gehört zu einem Rahmenvertrag aus 2024, der bis zu 6.500 Fahrzeuge umfasst. Mit der neuen Bestellung sind über 3.500 Einheiten fest geordert.

Kapitalmarkt liefert Rückenwind

Auch auf der Finanzierungsseite sendet Rheinmetall ein positives Signal. Das ist wichtig, weil der Konzern seine Expansion und den steigenden Auftragsbestand solide finanzieren muss.

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Rheinmetall platzierte eine Anleihe über 500 Millionen Euro. Sie läuft bis Mai 2031 und trägt einen Kupon von 3,375 Prozent.

Das Orderbuch war 7,8-fach überzeichnet, es war die erste Anleiheemission des Konzerns seit 2010. CFO Klaus Neumann verwies auf den Zugang zum Anleihemarkt und das Vertrauen in die langfristige Wachstumsstrategie. Die Erlöse sollen allgemeinen Unternehmenszwecken und der Refinanzierung fälliger Verbindlichkeiten dienen.

Aktie stabilisiert sich nur vorsichtig

Am Freitag schloss die Rheinmetall-Aktie bei 1.291,60 Euro, auf Wochensicht steht ein Plus von 5,75 Prozent. Die unmittelbare Marktreaktion fällt damit freundlich aus, aber nicht euphorisch.

Der größere Trend bleibt angeschlagen. Seit Jahresbeginn liegt der Titel 19,35 Prozent im Minus, über ein Jahr beträgt der Rückgang 31,50 Prozent.

Charttechnisch ist das Bild gemischt: Der Kurs liegt noch 6,20 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt, während der RSI mit 84,1 bereits eine kurzfristig überhitzte Lage signalisiert. Die Aktie hat also Rückenwind bekommen, aber auch einen schnellen Lauf hinter sich.

Die Auslieferung soll in den nächsten Monaten anlaufen, der Großteil noch im laufenden Jahr an die Truppe gehen. Gelingt das ohne Verzögerungen, stützt der Auftrag Umsatzsichtbarkeit und Auslastung. Der Kurs braucht nun Anschlusskäufe, um die Erholung über die kurzfristige Reaktion hinaus zu verlängern.

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