Volle Auftragsbücher, aber ein einbrechender Aktienkurs. Bei Rheinmetall klaffen operative Ziele und die Realität an der Börse derzeit weit auseinander. Der Rüstungskonzern enttäuschte den Markt mit schwachen Quartalszahlen.
Die Quittung der Anleger folgte am Freitag prompt. Das Papier stürzte zweistellig auf 1.207,20 Euro ab. Damit markierte die Aktie ein neues 52-Wochen-Tief. Auslöser war der Umsatz im ersten Quartal. Rheinmetall erlöste 1,94 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit 2,3 Milliarden Euro gerechnet.
Immerhin stimmte die Profitabilität. Die operative Marge kletterte auf 11,6 Prozent und traf die Markterwartungen exakt. Die Folge: Der Vorstand hält an seiner Jahresprognose fest. Das Management peilt für das Gesamtjahr weiterhin ein Umsatzwachstum von mindestens 40 Prozent an.
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Marine-Sparte soll Wachstum treiben
CEO Armin Papperger setzt nun auf eine starke Beschleunigung im zweiten Quartal. Ein zentraler Baustein ist die frisch integrierte Marine-Sparte. Rheinmetall schloss die Übernahme des militärischen Lürssen-Geschäfts im März ab. Das neue Segment Naval Systems bringt milliardenschwere Altprojekte mit. Insgesamt wuchs der Auftragsbestand des Konzerns auf 73 Milliarden Euro.
In der neuen Woche stehen für Aktionäre wichtige Termine an. Am 12. Mai lädt der Konzern zur virtuellen Hauptversammlung. Auf der Agenda steht eine vorgeschlagene Dividende von 11,50 Euro je Aktie. Wer die Ausschüttung erhalten will, muss das Papier vor dem Ex-Tag am 13. Mai im Depot halten.
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Seit Jahresbeginn hat die Rheinmetall-Aktie fast 25 Prozent an Wert verloren. Der Abstand zum Rekordhoch aus dem vergangenen Herbst beträgt mittlerweile knapp 40 Prozent. Kurzfristig richtet sich der Blick nun auf die Hauptversammlung. Mittelfristig muss das Management beweisen, dass die spanischen Werke und die neue Marine-Sparte die versprochenen Umsätze tatsächlich liefern.
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