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Resmed Aktie: 75 Millionen Umsatzausfall durch Astral-Stopp

Resmed meldet Umsatzplus und höhere Dividende, doch der Ausblick 2027 enttäuscht. Produktstopp bei Astral-Geräten bremst das Wachstum.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt um zehn Prozent
  • Dividende um zehn Prozent erhöht
  • Astral-Verkaufsstopp belastet Prognose
  • Analysten senken ihre Kursziele

Resmed hat erstmals in seiner Geschichte als börsennotiertes Unternehmen eine formale Jahresprognose für das kommende Geschäftsjahr abgegeben. Während der Spezialist für Schlafapnoe-Geräte auf ein wachstumsstarkes Jahr 2026 zurückblickt und die Dividende deutlich anhebt, reagierten Investoren verstimmt auf die Ziele für 2027. Grund dafür sind vor allem Produktprobleme, die den Absatz bestimmter Beatmungsgeräte vorerst blockieren.

Rekordjahr 2026 und höhere Dividende

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 konnte Resmed seine Marktposition weiter festigen. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab, stieg der Jahresumsatz um 10 Prozent auf insgesamt 5.653 Millionen US-Dollar.

Besonders das vierte Quartal trug zu dieser Entwicklung bei: Hier legten die Erlöse um 9 Prozent auf 1,5 Milliarden US-Dollar zu. Auf bereinigter Basis (Non-GAAP) kletterte der Gewinn pro Aktie im Schlussquartal um 16 Prozent auf 2,95 US-Dollar, was die Erwartungen vieler Marktteilnehmer übertraf.

Das Management nutzte die finanzielle Stabilität, um die Aktionärsrenditen massiv auszuweiten. Insgesamt flossen im Geschäftsjahr 2026 rund 1,0 Milliarden US-Dollar durch Aktienrückkäufe und Dividenden an die Anleger zurück – eine Steigerung von mehr als 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

In diesem Zuge kündigte Resmed eine Anhebung der Quartalsdividende um 10 Prozent auf 0,66 US-Dollar je Aktie an. Diese wird am 24. September ausgezahlt, wobei der Stichtag für die Dividendenberechtigung der 20. August ist. Ein freier Cashflow von 1,6 Milliarden US-Dollar im Gesamtjahr bildete laut Unternehmensangaben die Basis für diese Ausschüttungen und weitere Investitionen in Innovationen.

Schwache Prognose wegen Astral-Sicherheitsmaßnahme

Trotz der starken historischen Zahlen sorgte der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2027 für Verkaufsdruck. Resmed prognostiziert für das neue Jahr einen Umsatz zwischen 5,75 Milliarden und 5,85 Milliarden US-Dollar. Damit bleibt das Unternehmen hinter den Schätzungen der Analysten zurück, die im Schnitt mit 5,92 Milliarden US-Dollar gerechnet hatten. Medienberichten zufolge löste diese Differenz einen Kursrückgang von zeitweise rund 6 Prozent aus.

Die gedämpften Erwartungen sind maßgeblich auf die sogenannte „Astral field safety action“ zurückzuführen. Diese Sicherheitsmaßnahme betrifft die Astral-Beatmungsgeräte des Unternehmens. Resmed gab bekannt, dass aufgrund dieser Maßnahme im gesamten Geschäftsjahr 2027 keine neuen Astral-Geräte verkauft werden können.

Das Unternehmen bezifferte den dadurch entstehenden Gegenwind beim Umsatz auf etwa 75 Millionen US-Dollar. Für den bereinigten Gewinn pro Aktie (Non-GAAP) wird für 2027 eine Spanne von 12,00 bis 12,25 US-Dollar angestrebt.

Analysten reagieren mit Kurszielanpassungen

Die Veröffentlichung der Zahlen und der vorsichtige Ausblick führten am Freitag zu einer Welle von Neueinschätzungen durch Banken und Analysehäuser. Dabei zeigten sich die Experten uneins über die langfristige Bewertung der Aktie, wobei Abwärtskorrekturen bei den Kurszielen überwogen.

Die Analysten von KeyBanc Capital senkten ihr Kursziel am Freitag leicht von 260 auf 255 US-Dollar. Auch Häuser wie Jefferies, Morgan Stanley und Wells Fargo reduzierten ihre Zielmarken für das Papier. Sie verwiesen dabei primär auf den enttäuschenden Umsatzkorridor und den anhaltenden Druck durch den Verkaufsstopp der Astral-Serie.

Demgegenüber steht RBC Capital: Das Analysehaus hob das Kursziel am Freitag von 234 auf 244 US-Dollar an und beließ die Einstufung auf „Sector Perform“.

An der Börse wird die Aktie aktuell bei 194,05 € gehandelt. Damit notiert das Papier zwar deutlich unter dem Niveau zum Jahresbeginn – die Performance seit Jahresanfang weist ein Minus von 6,93% auf –, liegt aber weiterhin 9,77% über seinem 50-Tage-Durchschnitt. Investoren wägen derzeit ab, ob die starken Cashflows und die erhöhte Dividende den temporären Wachstumsdämpfer durch die Produktprobleme ausgleichen können.

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Diskussion zu Resmed

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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