Ein zweites FDA-Ablehnungsschreiben, ein Kurseinbruch von 64 Prozent, Massenentlassungen — und jetzt auch noch Betrugsermittlungen. Replimune erlebt gerade den schwersten Absturz seiner Unternehmensgeschichte, und ein Ende ist nicht in Sicht.
Investoren-Anwälte wittern Täuschung
Am 16. April 2026 kündigten die Kanzleien Pomerantz LLP sowie Bronstein, Gewirtz & Grossman Untersuchungen wegen möglichen Wertpapierbetrugs an. Im Kern geht es um die Frage, ob Replimune Investoren über die Qualität der klinischen Daten für RP1 getäuscht hat — ein onkolytisches Immuntherapeutikum gegen fortgeschrittenes Melanom.
Der Auslöser war die FDA-Entscheidung vom 10. April. Die Behörde schickte die Zulassungsantragsakte zum zweiten Mal zurück, diesmal mit dem Argument, die Daten aus der einarmigen IGNYTE-Studie belegten nicht hinreichend den eigenständigen Beitrag von RP1 in Kombination mit Nivolumab. Pikant dabei: Analysten weisen darauf hin, dass die FDA Bedenken gegenüber dem Studiendesign bereits im März 2021 geäußert hatte — also vor fünf Jahren.
Stellenabbau und Produktionsstopp
CEO Sushil Patel ließ keinen Zweifel: Ohne beschleunigte Zulassung sei die weitere Entwicklung von RP1 in seiner jetzigen Form „nicht tragfähig“. Das Unternehmen reagiert mit einem harten Sparkurs.
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63 Stellen am Standort Woburn werden gestrichen, die Entlassungen laufen zwischen dem 13. und 24. April. Die US-Produktionsanlagen fahren den Betrieb drastisch zurück. Frühe Pipeline-Programme werden zurückgestellt, um Ressourcen auf die Phase-3-Studie IGNYTE-3 zu konzentrieren — die die FDA als notwendig für eine Neubewertung der Wirksamkeit bezeichnet hat.
Wall Street zieht die Reißleine
Die Analystengemeinde hat die Konsequenzen gezogen. BMO Capital Markets stufte die Aktie auf „Underperform“ herab und nannte ein Kursziel von 1,00 Dollar. Wedbush senkte sein Ziel von 19,00 auf 2,00 Dollar, Leerink Partners folgte mit einem „Hold“-Rating und ebenfalls 2,00 Dollar. Cantor Fitzgerald, Piper Sandler und JPMorgan sprachen ebenfalls Abstufungen aus.
Am ersten Handelstag nach der FDA-Entscheidung war die Aktie auf 1,70 Dollar abgestürzt. Seitdem bewegt sie sich in der Nähe ihres Allzeittiefs. Mit dem primären Werttreiber RP1 vorerst blockiert, hängt Replimunes Überleben von zwei Faktoren ab: dem Ausgang der juristischen Untersuchungen und dem Erfolg der IGNYTE-3-Studie — deren Ergebnisse frühestens in einigen Jahren vorliegen dürften.
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