Replimune Group steht vor den entscheidenden Wochen seiner Firmengeschichte. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat den Zulassungsantrag für den Hoffnungsträger RP1 zur Behandlung von schwarzem Hautkrebs offiziell angenommen. Damit rückt eine mögliche Markteinführung in greifbare Nähe.
Hoher Cashburn vor dem Ziel
Die Entwicklung neuer Krebstherapien kostet viel Geld. Im abgelaufenen Geschäftsjahr weitete Replimune den Nettoverlust auf 313,9 Millionen US-Dollar aus. Ein Jahr zuvor lag das Minus noch bei 247,3 Millionen US-Dollar. Vor allem die Forschungs- und Entwicklungskosten trieben das Defizit nach oben.
Diese Ausgaben kletterten auf 221,2 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen rüstet sich damit personell für die geplante Kommerzialisierung von RP1. Die Reserven schrumpfen parallel dazu. Ende März verfügte Replimune über rund 269 Millionen US-Dollar an Barmitteln. Diese Summe soll den Betrieb bis in das erste Quartal 2027 sichern.
Überlebensraten stützen Zulassung
Die FDA stufte die Wiedereinreichung des Antrags als prioritär ein. Ein Beratungsausschuss wird die Daten Ende Juli prüfen. Das offizielle Ziel-Datum für eine Entscheidung liegt im August. Der Markt reagierte bereits mit Vorschusslorbeeren. Die Aktie legte innerhalb eines Monats um rund 18 Prozent zu.
Hintergrund der Zulassungshoffnung sind klinische Daten der IGNYTE-Studie. Bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom lag die Überlebensrate nach drei Jahren bei 47,8 Prozent. Unter denjenigen, die auf die Therapie ansprachen, überlebten sogar 83,5 Prozent diesen Zeitraum. Das ist ein starkes Signal für die Wirksamkeit der Kombinationstherapie.
Volatilität vor dem Urteil
Neben RP1 macht der Nachfolger RP2 Fortschritte. In einer frühen Studienphase erzielte das Medikament eine Ansprechrate von 19 Prozent bei soliden Tumoren. Die Forscher konnten zeigen, dass RP2 das Immunsystem gegen die Krebszellen aktiviert. Nun startet die nächste Phase für metastasierte Aderhautmelanome.
Am Freitag schloss das Papier bei 10,17 Euro. Mit einem Relative-Stärke-Index von knapp 74 gilt der Wert technisch als überkauft. Die hohe Volatilität von annualisiert über 260 Prozent mahnt zur Vorsicht. Anleger blicken nun auf das Treffen des Beratungsausschusses Ende Juli, das als wichtigster Indikator für die finale FDA-Entscheidung im August gilt.
Replimune-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Replimune-Analyse vom 4. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Replimune-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Replimune-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 4. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Replimune: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
