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Renk Group Aktie: Auftragsbuch auf 7,4 Milliarden

Renk verzeichnet im ersten Halbjahr ein Rekordauftragsbuch und steigert die Profitabilität. Die Aktie reagiert mit einem Kursplus.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragseingang steigt um 29,7 Prozent
  • Neuer Rekordwert im zweiten Quartal
  • Bereinigtes EBIT wächst um 10,1 Prozent
  • Übernahme von David Brown Defence geplant

Monatelang tat sich bei der Renk Group wenig. Jetzt liefert das Management Zahlen, die die Skepsis der vergangenen Monate entkräften dürften. Die Aktie legt am Freitag um 3,57 Prozent auf 53,12 Euro zu und setzt damit den Aufwärtstrend vom Vortag fort.

Auftragseingang auf Rekordniveau

Am 6. August veröffentlichte Renk die Zahlen für das erste Halbjahr. Der Auftragseingang stieg um 29,7 Prozent auf rund 1,2 Milliarden Euro.

Allein im zweiten Quartal kamen 612,8 Millionen Euro hinzu – ein neuer Rekordwert.

Diese Zahlen sind mehr als Statistik. Sie füllen das Auftragsbuch auf 7,4 Milliarden Euro. Für Anleger bedeutet das eine Planungssicherheit, die am Markt derzeit selten ist.

Besonders stark läuft es bei der Division Vehicle Mobility Solutions. Ihr Auftragseingang schnellte um 42,6 Prozent auf 970,4 Millionen Euro nach oben. Der Rüstungsboom zeigt sich hier in Reinform.

Die Marge überzeugt

Ein alter Kritikpunkt an Renk war die Effizienz. Wie gut der Konzern sein Auftragsvolumen in Gewinn verwandelt, blieb lange unklar. Jetzt liefert das Management Argumente für die Bullen.

Das bereinigte EBIT stieg im ersten Halbjahr um 10,1 Prozent. Die Marge kletterte von 14,4 auf 15,4 Prozent.

Der Umsatz wuchs dagegen nur moderat, um 2,7 Prozent auf 637,2 Millionen Euro. Renk nutzt also Skaleneffekte und steigert die Profitabilität, obwohl der Umsatz kaum wächst.

Das Management bestätigte die Jahresprognose mit einem EBIT-Ziel zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Nach diesen Halbjahreszahlen wirkt das Ziel eher konservativ als ambitioniert.

David Brown Defence als nächster Baustein

Renk will die Übernahme von David Brown Defence bis zum vierten Quartal 2026 abschließen. Für die Finanzierung nutzt der Konzern eine Kreditlinie über 1,05 Milliarden Euro.

Der Deal passt zur Wachstumsstrategie. Renk will seine Marktposition bei Getrieben für schwere Kettenfahrzeuge global festigen. Analysten von JPMorgan und Jefferies reagierten mit „Overweight“- beziehungsweise „Buy“-Ratings auf die Pläne.

Mein Fazit: Die Rallye steht auf soliden Beinen

Die Aktie hat sich in den vergangenen 30 Tagen um 15,08 Prozent verteuert. Sie hat sich damit deutlich von ihrem Tief aus dem Frühsommer gelöst. Technische Indikatoren signalisieren derzeit eine kurzfristig überkaufte Lage.

Das mahnt bei der Einstiegsfrage zur Vorsicht. Am fundamentalen Bild ändert diese Vorsicht aber nichts. Aktuell kämpft die Aktie um den Sprung über ihren 200-Tage-Durchschnitt bei 53,02 Euro.

Gelingt der nachhaltige Ausbruch, bleibt das Rekordhoch vom Herbst zwar noch außer Reichweite. Der Weg für eine langfristige Erholung scheint aber geebnet. Für mich zeigt Renk mit diesen Zahlen: Der Konzern beherrscht den Rüstungsboom operativ.

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Diskussion zu Renk Group

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.