Die RENK Group hat das Jahr 2025 mit historischen Bestmarken bei Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Dennoch reagierte die Börse mit Verkäufen auf das Zahlenwerk des Rüstungszulieferers. Verantwortlich für die Zurückhaltung ist ein leicht schwächerer Ausblick für das laufende Jahr, den die Finanzchefin prompt für einen direkten Einstieg nutzte.
Verschobene Aufträge und verfehlte Prognosen
Operativ lief es für das Unternehmen zuletzt hervorragend. Der Umsatz kletterte um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, während sich der Nettogewinn auf 101,3 Millionen Euro fast verdoppelte. Auch der Auftragsbestand erreichte mit 6,68 Milliarden Euro ein neues Allzeithoch. Die gute Stimmung kippte jedoch beim Blick auf die Prognose für 2026. Das angepeilte operative Ergebnis (EBIT) von 255 bis 285 Millionen Euro verfehlte die Erwartungen der Analysten um rund zwei Prozent.
Zusätzlich drückten verschobene Aufträge auf die Stimmung. Einnahmen im Volumen von rund 200 Millionen Euro fließen erst im ersten Halbjahr 2026, was den Cashflow temporär belastet. Während viele Anleger deshalb Gewinne mitnahmen, wertete Finanzchefin Anja Mänz-Siebje den Rücksetzer als Gelegenheit. Sie kaufte eigene Aktien und sendete damit ein Signal an den Markt, dass sie die aktuelle Kursschwäche für unbegründet hält.
Analysten sehen Aufholpotenzial
An der Börse ringt das Papier derzeit um eine Bodenbildung. Mit einem Schlusskurs von 54,54 Euro am Freitag notiert der Titel weiterhin deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 62,93 Euro, was den intakten mittelfristigen Abwärtstrend unterstreicht.
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Trotz der verhaltenen Kursentwicklung zeigen sich mehrere Analysehäuser optimistisch und passten ihre Einschätzungen nach oben an:
– Warburg Research: Hochstufung auf „Buy“ mit Kursziel 63 Euro
– BNP Paribas: Hochstufung auf „Outperform“ mit Kursziel 65 Euro
Die Experten von BNP Paribas verweisen zur Begründung auf einen Bewertungsabschlag von RENK gegenüber anderen europäischen Rüstungskonzernen, der trotz eines erwartet schnelleren Gewinnwachstums bestehe.
Aktionäre können sich auf der kommenden Hauptversammlung am 10. Juni 2026 über eine geplante Dividendenanhebung um 38 Prozent auf 0,58 Euro je Anteilsschein freuen. Die Präsentation der Quartalszahlen am 6. Mai 2026 liefert den nächsten konkreten Beweis, ob die verschobenen Aufträge wie angekündigt planmäßig in frische Liquidität umgemünzt werden.
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