Der MDAX-Konzern Renk vollzieht einen strategischen Umbau. Der bisherige Großaktionär KNDS hat seine Beteiligung deutlich reduziert, die Führung wird neu aufgestellt — und die Zahlen stimmen. Nach dem Kursrutsch bis 43,99 Euro Mitte Mai notiert die Aktie bei 56,31 Euro, ein Plus von 28 Prozent zum Jahrestief.
KNDS verkauft 5,8 Millionen Aktien
Der europäische Rüstungskonzern KNDS hat am 19. Mai seine Beteiligung an Renk von 15,83 auf 10,03 Prozent gesenkt. 5,8 Millionen Aktien gingen an institutionelle Investoren. Die formelle Stimmrechtsmitteilung folgte am 26. Mai.
Der Verkauf erhöht den Streubesitz der MDAX-Aktie und könnte die Handelsliquidität verbessern. Trotz der Platzierung hielt sich der Kurs stabil — unterstützt durch die Dynamik im Verteidigungssektor. Binnen sieben Tagen legte die Aktie um knapp 15 Prozent zu.
Neue Führung, verlängerter CEO-Vertrag
Auf der virtuellen Hauptversammlung am 10. Juni steht die Wahl von Dr. Klaus Richter zum Aufsichtsratsvorsitzenden an. Der erfahrene Industriemanager soll die Expansion in einem Umfeld steigender Verteidigungsbudgets begleiten.
CEO Dr. Alexander Sagel bleibt bis 2032. Die Vertragsverlängerung signalisiert Kontinuität — gerade im Bereich Next-Generation-Mobility, wo Renk neben militärischen auch zivile Antriebslösungen entwickelt.
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Rekordauftragseingang, Dividende steht
Im ersten Quartal 2026 erreichte der Auftragseingang 582,3 Millionen Euro — der höchste Wert in einem Auftaktquartal der Unternehmensgeschichte. Der Auftragsbestand kletterte auf ein Allzeithoch von 6,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg um 10,4 Prozent auf 42 Millionen Euro, die Marge verbesserte sich auf 15,0 Prozent.
Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor. Der Ex-Tag ist für den 11. Juni geplant. Die Jahresprognose bleibt unverändert: Umsatz über 1,5 Milliarden Euro, bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro.
Auf der Tagesordnung der Hauptversammlung steht außerdem ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zur Abstimmung. Die Kombination aus operativer Stärke, strategischer Neuaufstellung und hoher Auftragssicherheit verschafft Renk Spielraum — trotz eines volatilen Jahres mit 45 Prozent annualisierter Schwankungsbreite.
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