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Renk Aktie: Klaus Richter soll Aufsichtsratschef werden

Renk erhöht Dividende um 38 Prozent und stellt Weichen für Führungswechsel im Aufsichtsrat. Starke Auftragslage untermauert die Jahresprognose.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dividendenvorschlag steigt auf 0,58 Euro
  • Dr. Klaus Richter soll Aufsichtsrat leiten
  • Auftragsbestand von 6,9 Milliarden Euro
  • Analysten sehen Kurspotenzial bis 70 Euro

Wenige Tage vor der Hauptversammlung am 10. Juni 2026 setzt Renk gleich zwei Signale: Die Dividende steigt kräftig, und an der Aufsichtsratsspitze gibt es einen Wechsel. Für Anleger, die die Aktie nach ihrem Absturz vom 52-Wochen-Hoch beobachten, kommt das zur rechten Zeit.

Dividende klettert um 38 Prozent

Der Vorstand schlägt 0,58 Euro je Aktie vor — nach 0,42 Euro im Vorjahr. Das entspricht einem Plus von rund 38 Prozent. Die Ausschüttungsquote läge damit im angestrebten Korridor von 40 bis 50 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses.

Stimmen die Aktionäre zu, fällt der Ex-Tag auf den 11. Juni 2026. Die Auszahlung folgt am 15. Juni.

Neuer Mann an der Aufsichtsratsspitze

Dr. Klaus Richter soll auf der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt werden und anschließend den Vorsitz übernehmen. Er bringt Führungserfahrung von Airbus und der Diehl-Gruppe mit. Marktbeobachter werten die Nominierung als Signal für mehr Branchenexpertise im Kontrollgremium.

Richter folgt auf Claus von Hermann, der sein Mandat auf eigenen Wunsch niederlegt. Von Hermann hatte Renk seit der Umfirmierung zur Aktiengesellschaft 2023 und durch den Börsengang im Frühjahr 2024 begleitet.

Starke Auftragslage stützt die Prognose

Das operative Fundament ist solide. Zum Ende des ersten Quartals 2026 lag der Auftragsbestand bei rund 6,9 Milliarden Euro. Über 90 Prozent des angestrebten Jahresumsatzes 2026 sind bereits durch feste Aufträge abgesichert.

Für das Gesamtjahr erwartet das Management einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro liegen. Im ersten Quartal stieg der Gewinn je Aktie auf 0,15 Euro — nach 0,01 Euro im Vorjahreszeitraum.

Analysten sehen deutliches Kurspotenzial

Die Aktie notiert aktuell bei rund 55,68 Euro — gut 37 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro. Sieben aktuelle Analysen sehen das Kursziel im Bereich von 66 bis 70 Euro. Berenberg und JP Morgan bestätigen ihre Kaufempfehlungen und verweisen auf die starke Nachfrage im Verteidigungssektor.

Auf Sicht von sieben Tagen hat die Aktie bereits rund 13 Prozent zugelegt. CEO Dr. Alexander Sagel hat seinen Vertrag vorzeitig bis 2032 verlängert — ein weiteres Zeichen, dass Renk auf Kontinuität setzt.

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