Der Rüstungszulieferer RENK hat für 2025 historische Bestmarken bei Umsatz und Auftragseingang gemeldet. Weil der Ausblick für das laufende Jahr die Markterwartungen jedoch minimal verfehlte, reagierte die Börse zunächst verschnupft. Finanzchefin Anja Mänz-Siebje nutzte den Rücksetzer nun für einen bemerkenswerten Aktienkauf am offenen Markt.
Rekordjahr trifft auf verhaltene Prognose
Im abgelaufenen Geschäftsjahr profitierte das Unternehmen stark von der anhaltenden Nachfrage im globalen Verteidigungssektor. Der Umsatz kletterte um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, während das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) mit 230 Millionen Euro das obere Ende der eigenen Prognose erreichte. Besonders das Segment für Fahrzeugmobilitätslösungen trieb das Wachstum mit einem Plus von fast 25 Prozent spürbar an.
Dass die Aktie nach der Zahlenvorlage dennoch auf Wochensicht um 2,34 Prozent nachgab und aktuell bei 55,86 Euro notiert, liegt am Ausblick für 2026. Für das laufende Jahr peilt das Management einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro an. Der Mittelpunkt dieser Spanne liegt rund zwei Prozent unter den Konsensschätzungen der Analysten. Verantwortlich für diese eher vorsichtige Planung sind unter anderem Aufträge im Wert von rund 200 Millionen Euro, die aus dem Vorjahr in das erste Halbjahr 2026 verschoben wurden. Diese zeitliche Verzögerung drückte kurzfristig auf die Stimmung der Investoren.
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Analysten und Management sehen Potenzial
Handelt es sich bei dem Kursrückgang also um eine Übertreibung? Finanzchefin Anja Mänz-Siebje beantwortete diese Frage gestern auf ihre Weise und kaufte eigene Aktien. Auch mehrere Analysten werten die jüngste Schwäche als Einstiegsgelegenheit. So stufte BNP Paribas die Papiere auf „Outperform“ mit einem Ziel von 65 Euro hoch und verwies auf einen Bewertungsabschlag im Branchenvergleich. Warburg Research zog nach und empfiehlt die Aktie mit einem Ziel von 63 Euro zum Kauf.
Zusätzlichen operativen Rückenwind liefert das US-Geschäft. Die Tochtergesellschaft Renk America sicherte sich jüngst Verträge über mehr als 50 Millionen US-Dollar für Wartung und Ersatzteile. Gleichzeitig treibt der Konzern die lokale Expansion mit geplanten Investitionen von 150 Millionen US-Dollar bis 2030 im Bundesstaat Michigan voran.
Fundamental steht der Antriebsspezialist auf einem soliden Fundament. Der Auftragsbestand erreichte zum Jahreswechsel ein Allzeithoch von 6,68 Milliarden Euro und sorgt für weitreichende Planungssicherheit. Aktionäre sollen zudem an der positiven Entwicklung durch eine um 38 Prozent erhöhte Dividende von 0,58 Euro je Anteilsschein beteiligt werden. Ob das operative Geschäft im neuen Jahr die leicht konservative Prognose übertreffen kann, wird sich am 6. Mai 2026 zeigen. An diesem Tag veröffentlicht das Unternehmen die Ergebnisse für das erste Quartal.
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