Ein neues Kaufvotum — und trotzdem Kursverluste. Die DZ Bank nahm RENK am Donnerstag mit einer Empfehlung und einem fairen Wert von 65 Euro in die Beobachtung auf. Analyst Holger Schmidt verwies dabei auf den wachsenden Anteil des Verteidigungsgeschäfts und den beschleunigten NATO-Kapazitätsausbau. Den Kurs beeindruckte das wenig: Am Freitag gab die Aktie rund 4 Prozent nach und schloss bei 52,05 Euro.
Leerverkäufer erhöhen den Druck
Der Hedgefonds AQR hat seine Netto-Leerverkaufsposition zuletzt auf 2,30 Prozent ausgebaut. Marktbeobachter führen dies auf konkrete operative Probleme zurück. Umsatzvolumina von rund 200 Millionen Euro haben sich ins laufende Jahr 2026 verschoben. Ausstehende Exportgenehmigungen für Lieferungen nach Israel blockieren zusätzlich Erlöse von bis zu 100 Millionen Euro — ein Puffer, der in der Bilanz vorerst fehlt.
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Dabei ist die Auftragslage eigentlich beeindruckend: Zum Jahresende 2025 lag der Auftragsbestand bei 6,68 Milliarden Euro, der Auftragseingang bei 1,57 Milliarden Euro. Das Problem ist nicht der Mangel an Geschäft, sondern dessen Timing. Programme wie Leopard 2 oder Puma garantieren langfristige Auslastung — reagieren aber empfindlich auf Lieferverzögerungen und politische Hürden.
Investorendialog und Q1-Zahlen als nächste Wegmarken
Für das Geschäftsjahr 2026 peilt das Management mehr als 1,5 Milliarden Euro Umsatz an, bei einem bereinigten EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Ob diese Ziele trotz der Verschiebungen erreichbar sind, dürfte Investoren in der kommenden Woche intensiv beschäftigen. Am 14. April nimmt das Management an der mwb Research Online Conference teil, am 15. April folgt die Berenberg Benelux Roadshow — beides Gelegenheiten, den Status der Exportgenehmigungen und die operative Umsetzung des hohen Auftragsbestands zu konkretisieren. Die Q1-Zahlen für 2026 folgen am 6. Mai.
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