Volle Auftragsbücher und ein boomendes US-Geschäft prallen derzeit auf nervöse Anleger. Während der Antriebsspezialist Renk operativ auf Rekordkurs steuert, drücken Entspannungssignale im Ukraine-Konflikt den Kurs deutlich. Vor den Jahreszahlen am 5. März stellt sich die Frage: Zählen am Ende die harten Fakten oder die geopolitische Stimmung?
Diskrepanz zwischen Börse und Bilanz
Fundamental könnte die Ausgangslage für Renk kaum besser sein. Der Auftragsbestand erreichte nach den ersten neun Monaten 2025 mit 6,4 Milliarden Euro ein Rekordniveau, was die Umsätze für die kommenden Jahre weitgehend absichert. Das operative Geschäft wächst dynamisch: Der Umsatz legte zuletzt um 19,2 Prozent zu, das bereinigte EBIT kletterte sogar um 25,5 Prozent auf 141 Millionen Euro.
Dennoch hat die Aktie seit ihrem Hoch im Oktober 2025 bei rund 89 Euro deutlich korrigiert und notiert aktuell bei 57,63 Euro. Verantwortlich dafür ist primär die Sektor-Rotation. Anleger trennten sich zuletzt vermehrt von Rüstungstiteln wie Renk, Saab oder Kongsberg, da diplomatische Fortschritte im Ukraine-Krieg die Fantasie für kurzfristige Rüstungsausgaben dämpfen.
US-Expansion als Wachstumstreiber
Ungeachtet der kurzfristigen Kurskapriolen baut Renk seine strategische Position im wichtigsten Verteidigungsmarkt der Welt aus. Die US-Tochter RENK America meldete erst Mitte Februar neue Aufträge im Wert von 50 Millionen Dollar für Instandhaltung und Ersatzteile. Bereits im Januar wurde ein Rahmenvertrag mit der U.S. Army über bis zu 75,5 Millionen Dollar unterzeichnet.
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Das Management untermauert diese Ambitionen mit Kapital: Bis 2030 fließen 150 Millionen Dollar in den Standort Michigan. Diese Investition soll Forschung und Fertigung stärken, um die steigende Nachfrage der amerikanischen Streitkräfte direkt vor Ort zu bedienen.
Zahlenvorlage als Richtungsentscheid
Der nächste wichtige Impuls steht unmittelbar bevor. Am 5. März präsentiert der Konzern seine geprüften Jahreszahlen für 2025. Marktbeobachter erwarten die Bestätigung der Prognose, die einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 210 und 235 Millionen Euro vorsieht.
Viel entscheidender dürfte jedoch der Ausblick auf 2026 sein. Angesichts des genehmigten deutschen Verteidigungshaushalts von rund 108 Milliarden Euro für das kommende Jahr bleibt das strukturelle Umfeld für Renk positiv. Sollte das Unternehmen einen robusten Ausblick liefern, könnte dies den Fokus der Anleger wieder von geopolitischen Schlagzeilen auf die günstige Bewertung lenken.
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