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Symbolbild, KI-generiert

RENK Aktie: Das Cashflow-Rätsel

Der Getriebehersteller Renk kämpft mit einem schwachen freien Cashflow und Exportbeschränkungen nach Israel, was den Aktienkurs unter Druck setzt. Ein bevorstehender Pre-Close Call soll Klarheit schaffen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Exportstopp nach Israel gefährdet Millionenumsatz
  • Freier Cashflow enttäuscht mit nur 67 Millionen Euro
  • Aktie notiert deutlich unter Allzeithoch
  • Dividende soll um 38 Prozent steigen

6,68 Milliarden Euro Auftragsbestand treffen auf einen enttäuschenden Cashflow. Bei Renk klaffen die operative Realität und die Finanzkennzahlen weit auseinander. Der anstehende Pre-Close Call zwingt das Management nun zur Transparenz.

Export-Stopp belastet die Marge

Die Bundesregierung hat Rüstungsexporte nach Israel teilweise blockiert. Das trifft den Augsburger Getriebehersteller direkt. Renk liefert wichtige Komponenten für die Panzermodelle Merkava und Namer. Marktbeobachter beziffern das Umsatzrisiko für das laufende Jahr auf rund 90 Millionen Euro. Ein spürbarer Einschnitt in die Jahresplanung. Obendrein belasten US-Zölle und die Schwäche des US-Dollars das margenstarke Antriebsgeschäft.

Die Cashflow-Falle

Das Grundproblem liegt jedoch tiefer. Der freie Cashflow enttäuschte zuletzt mit lediglich 67 Millionen Euro. Verzögerte Aufträge und fehlende Anzahlungen drücken die Bilanz. Die Folge: Die sogenannte Cash-Conversion-Rate rutschte auf magere 47 Prozent ab. Das eigene Ziel von über 80 Prozent liegt damit in weiter Ferne.

Kursentwicklung und Dividende

An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Renk-Aktie ging am Freitag bei 54,71 Euro aus dem Handel. Damit hat das Papier fast 40 Prozent Abstand zum Allzeithoch aufgebaut. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 29,3 eine überverkaufte Situation.

Ein kleiner Lichtblick für Aktionäre ist die geplante Dividende. Auf der Hauptversammlung im Juni soll die Ausschüttung um 38 Prozent steigen. Anleger erhalten dann 0,58 Euro je Anteilsschein. Langfristig stützt zudem das erweiterte Budget der Bundeswehr das generelle Geschäftsmodell.

Am Mittwoch, den 22. April, liefert der Pre-Close Call erste harte Fakten. Einen Tag später präsentiert sich Renk auf der Münchner Kapitalmarktkonferenz. Das Management muss dort konkrete Fortschritte bei den blockierten Exporten nachweisen. Gelingt das nicht, droht der Aktie ein Test des Jahrestiefs bei 46,64 Euro.

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