Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris feiert Renk aktuell seine neueste Antriebstechnik. An der Börse herrscht dagegen Katerstimmung. Der gesamte Verteidigungssektor steht massiv unter Druck. Das reißt auch den Spezialisten für Panzergetriebe tief ins Minus.
Allein in den vergangenen sieben Tagen brach der Kurs um gut elf Prozent ein. Aktuell kostet ein Anteilsschein 45,41 Euro. Damit hat sich der Wert seit dem Rekordhoch im vergangenen Oktober fast halbiert.
Parallel dazu sorgt ein neuer Großaktionär für Bewegung. Der Vermögensverwalter BlackRock meldete am 12. Juni den Aufbau einer Beteiligung. Die Amerikaner halten nun 4,28 Prozent an der Renk Group. Diese Nachricht befeuerte die Kursschwankungen zusätzlich.
Autonome Panzer im Fokus
Dabei liefert das operative Geschäft durchaus positive Signale. Zusammen mit dem Technologieunternehmen Patria stellt Renk in Paris ein unbemanntes Bodenfahrzeug vor. Das Konzept basiert auf einem gepanzerten Mannschaftstransporter. Renk steuert dafür das neu entwickelte HSWL-076-Getriebe bei.
Dieses Antriebssystem zielt speziell auf schwere Fahrzeuge bis 20 Tonnen ab. Eine neue Steuerungstechnik ebnet den Weg für komplett ferngesteuerte Landsysteme. Solche Innovationen belegen die technische Stärke des Maschinenbauers. Am Aktienmarkt verpufft dieser technologische Fortschritt derzeit völlig.
Abwärtstrend intakt
Ein Blick auf die Charttechnik bestätigt die schwache Verfassung. Das Papier notiert weit unter allen wichtigen Durchschnittslinien. Der Abstand zum langfristigen 200-Tage-Trend beträgt mittlerweile fast 22 Prozent.
Einziger Lichtblick: Der Verkaufsdruck könnte bald nachlassen. Der Relative-Stärke-Index signalisiert einen fast überverkauften Zustand der Aktie. Fällt der Kurs dennoch weiter, rückt das Jahrestief bei 42,12 Euro als nächste wichtige Unterstützung in den Fokus.
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