Renk liefert Rekordzahlen – und trotzdem verliert die Aktie heute deutlich. Der Grund liegt nicht im Rückspiegel, sondern im Blick nach vorn: Die Prognose für 2026 blieb unter den Erwartungen. Wie passt das zu einem Auftragsbestand auf Allzeithoch?
Rekordjahr 2025: Wachstum in Zahlen
Im Geschäftsjahr 2025 setzte Renk den Wachstumskurs fort und markierte neue Bestwerte bei Umsatz, Auftragseingang und Auftragsbestand. Der Umsatz stieg um 19,8% auf 1,37 Mrd. Euro, das bereinigte EBIT legte um 21,7% auf 230 Mio. Euro zu. Unter dem Strich sprang der Nettogewinn auf 101,3 Mio. Euro – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.
Der stärkste Treiber blieb das Segment Vehicle Mobility Solutions: Hier kletterten die Erlöse um 24,8% auf 872 Mio. Euro. Damit kam ein großer Teil des Wachstums aus dem Bereich, der besonders stark von der Nachfrage nach militärischer Mobilität profitiert.
Auftragsbestand auf Allzeithoch – aber Guidance enttäuscht
Auch auf der Auftragsseite sieht es robust aus: Der Auftragseingang erreichte rund 1,57 Mrd. Euro, der Auftragsbestand stieg zum Jahresende auf 6,68 Mrd. Euro. Mit einer Book-to-Bill-Ratio von 1,2x signalisiert das Unternehmen weiterhin gute Visibilität – selbst wenn Aufträge im Volumen von rund 200 Mio. Euro nach 2026 verschoben wurden.
Doch genau hier liegt der Knackpunkt für den Markt: Für 2026 stellt Renk einen Umsatz von über 1,5 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes EBIT von 255 bis 285 Mio. Euro in Aussicht. Laut Quelltext liegt das Umsatzziel am unteren Ende rund 3% unter dem Konsens – und damit offenbar unter dem, was Anleger nach dem Rekordjahr eingepreist hatten. Entsprechend gerät der Kurs unter Druck: Heute notiert die Aktie bei 53,76 Euro, ein Minus von 9,0%.
Ein zusätzlicher Aspekt: CEO Alexander Sagel verwies darauf, dass die aktuelle Krise im Nahen Osten die Nachfrage nach Verteidigungsfähigkeiten erhöhen könnte. Das ist ein Hinweis auf mögliche Impulse – ersetzt aber keine Guidance, die den Markterwartungen entspricht.
Dividende rauf, USA-Investitionen konkret
Trotz vorsichtigerem Ausblick erhöht Renk die Ausschüttung deutlich: Für die Hauptversammlung am 10. Juni 2026 schlägt das Unternehmen 0,58 Euro je Aktie vor (Vorjahr: 0,42 Euro). Die Ausschüttungsquote liegt bei 40,9%.
Parallel treibt Renk die US-Präsenz voran. Die Tochter Renk America sicherte sich Support- und Ersatzteilverträge von über 50 Mio. US-Dollar. Außerdem plant das Unternehmen am Standort Michigan Investitionen von 150 Mio. US-Dollar bis 2030, davon rund 80 Mio. US-Dollar für Forschung und Entwicklung.
Zum Abschluss bleibt damit ein klares Bild: 2025 war operativ stark, der Auftragsbestand bietet Rückenwind – doch die Aktie reagiert heute vor allem auf die unter Erwartung liegende 2026er-Guidance. Der nächste Fixpunkt ist die Hauptversammlung am 10. Juni 2026 mit der Abstimmung über die erhöhte Dividende.
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