Starke Auftragsbücher, schwacher Aktienkurs. Bei der RENK Group klaffen operative Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Während das Rüstungsunternehmen historische Bestmarken meldet, schicken Anleger das Papier weiter auf Talfahrt.
Neuer Chefkontrolleur
Inmitten dieser volatilen Phase ordnet das Management die Führungsebene neu. Nach der gestrigen Hauptversammlung übernimmt Dr. Klaus Richter den Vorsitz des Aufsichtsrats. Er tritt sein Amt in einer operativ starken Phase an. Im ersten Quartal verbuchte der Antriebsspezialist den höchsten Auftragseingang der Firmengeschichte.
Talfahrt trotz voller Kassen
Die Börse honoriert diese Erfolge bisher nicht. Im Gegenteil. Aktuell fällt die Renk-Aktie um 4,5 Prozent auf 48,05 Euro. Seit dem Jahreswechsel summieren sich die Verluste auf fast 13 Prozent.
Der Blick auf das Chartbild offenbart Bremsspuren. Vom Rekordhoch bei knapp 89 Euro im vergangenen Oktober hat sich der Wert fast halbiert. Die hohe Schwankungsbreite von über 51 Prozent verdeutlicht die Nervosität der Investoren.
Meilenstein im Panzerbau
Operativ läuft die Maschine derweil auf Hochtouren. Erst kürzlich startete Renk die Produktion des 4.000sten Getriebes für den Kampfpanzer Leopard 2. Dieser Meilenstein sichert dem Konzern eine zentrale Rolle im europäischen Verteidigungssektor.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt der Vorstand auf Kurs. Das Management erwartet einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll auf bis zu 285 Millionen Euro steigen. Der neue Aufsichtsratschef Richter übernimmt nun die Aufgabe, diese fundamentale Stärke auch dem Kapitalmarkt zu vermitteln.
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