Nach einer harten Handelswoche sendet Renk ein erstes Lebenszeichen. Ein lukrativer Deal mit dem US-Militär füllt die Auftragsbücher des Panzergetriebe-Herstellers. Das ruft Analysten auf den Plan und stoppt den jüngsten Abwärtstrend.
Die Investmentbank Jefferies bestätigte am Freitag ihre Kaufempfehlung für die Aktie. Analystin Chloe Lemarie verwies dabei auf einen neuen Großauftrag. RENK America liefert hydromechanische Getriebe an die US-Armee. Der Vertrag läuft über fünf Jahre und umfasst ein Volumen von bis zu 691 Millionen US-Dollar.
Operatives Geschäft bleibt auf Kurs
Dieser Deal stützt die ohnehin prall gefüllten Bücher. Zum Quartalsende lag der Gesamtauftragsbestand bereits bei knapp sieben Milliarden Euro. Der Vorstand hält an seinen Jahreszielen fest. Der Umsatz soll 2026 die Marke von 1,5 Milliarden Euro knacken. Das angestrebte operative Ergebnis liegt unverändert bei bis zu 285 Millionen Euro.
Ein zentraler Treiber bleibt das Segment Vehicle Mobility Solutions. Hier stieg der Auftragseingang zuletzt um 20,5 Prozent auf rund 478 Millionen Euro. Die Nachfrage nach militärischer Antriebstechnik bleibt weltweit hoch.
Chartbild zeigt tiefe Risse
Trotz der starken Auftragslage haben Anleger zuletzt Kasse gemacht. Die Aktie markierte am Dienstag bei 40,41 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Der Abstand zum Jahreshoch fällt mit knapp 52 Prozent massiv aus.
Am Freitag nutzten Käufer das tiefe Niveau für einen Einstieg. Der Kurs kletterte um 3,26 Prozent auf 42,72 Euro. Eine echte Trendwende sieht anders aus. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt weiterhin fast 25 Prozent.
Die Folge: Das Papier bleibt charttechnisch angeschlagen. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 36,8 zwar eine Abkühlung. Echte Kaufsignale fehlen aber noch.
Blick auf die nächsten Termine
Neue Impulse lassen nicht mehr lange auf sich warten. Am 16. Juli informiert Renk im Rahmen eines Pre-Close Calls über die Geschäftsentwicklung. Die vollständigen Halbjahreszahlen folgen am 6. August. Bis dahin bildet das jüngste Tief bei 40,41 Euro die wichtigste Unterstützungslinie.
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