Erst das Tief, jetzt die Wende. Die Renk-Aktie hat sich binnen einer Woche um mehr als zehn Prozent erholt. Ein neuer US-Rüstungsauftrag gibt der Aktie am Donnerstag zusätzlichen Schub.
Der Kurs steht aktuell bei 45,76 Euro. Das entspricht einem Tagesplus von 2,68 Prozent. Erst am 25. Juni war das Papier des Augsburger Getriebeherstellers auf ein 52-Wochen-Tief von 40,41 Euro gefallen.
US-Armee bestellt erneut
Die US-Tochter RENK America hat einen neuen Fünfjahresvertrag vom Army Contracting Command in Detroit erhalten. Es geht um HMPT-800-Getriebe für die mittlere Panzerflotte der US-Armee. Das potenzielle Volumen des Rahmenvertrags liegt bei bis zu 691 Millionen US-Dollar.
Die Getriebe treiben unter anderem den Bradley-Schützenpanzer und das neue Fahrzeug AMPV an. Für Renk ist es bereits der vierte mehrjährige Folgevertrag für diese Technologie in Serie. Das schafft Planungssicherheit für die kommenden Jahre.
Fidelity schichtet Position um
Parallel zur guten Nachricht gab es Bewegung im Aktionärskreis. Der US-Finanzdienstleister Fidelity hatte bereits am 22. Mai die Meldeschwelle für Stimmrechte überschritten. Am 29. Juni folgte eine ergänzende Mitteilung zur Tochter Fidelity Advisor Series VIII.
Der Gesamtanteil bleibt bei 3,23 Prozent. Verändert hat sich nur die Zusammensetzung: Der Anteil direkter Aktien stieg auf 3,04 Prozent, zuvor lag er bei 2,66 Prozent. Im Gegenzug sank der Anteil an Finanzinstrumenten von 0,57 auf 0,19 Prozent.
Charttechnik bleibt angeschlagen
Trotz der Erholung bleibt das technische Bild fragil. Die Aktie notiert weiterhin unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 48,95 Euro und deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 55,98 Euro. Seit Jahresbeginn steht bei Renk ein Minus von 17,07 Prozent zu Buche.
Ein Grund für den Kursdruck im Juni: Ein als sicher geltender Fregattenauftrag (F126) ist Berichten zufolge weggefallen. Die 30-Tage-Volatilität liegt bei hohen 53,14 Prozent annualisiert. Das zeigt: Der Sektor bleibt nervös.
Zahlen und Termine im Blick
Am 16. Juli hält Renk einen Pre-Close Call ab. Dort dürfte es erste Hinweise zum zweiten Quartal geben. Die vollständigen Halbjahreszahlen folgen am 6. August.
Das Management hält an seinen Jahreszielen fest. Geplant sind ein Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro. Der Auftragsbestand liegt aktuell bei rund 6,9 Milliarden Euro und stützt diese Prognose.
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