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Symbolbild, KI-generiert

Renk Aktie: 582 Millionen Aufträge im Q1-Rekord

Trotz Rekordaufträgen und EU-Rüstungsmilliarden notiert die Renk-Aktie weit unter ihrem Höchststand. Das Management sucht auf Konferenzen nach Erklärungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rekordauftragsbestand von fast sieben Milliarden Euro
  • Umsatzprognose für 2026 über 1,5 Milliarden Euro
  • Aktie seit Jahresbeginn um 13 Prozent gefallen
  • Wandel zum Software-Anbieter für Militärfahrzeuge

Renk meldet volle Auftragsbücher und profitiert von neuen EU-Milliarden. An der Börse spiegelt sich dieser Boom nicht wider. Die Aktie notiert fast 46 Prozent unter ihrem Rekordhoch.

Rückenwind aus Brüssel

Der Europäische Rat drückt beim Rüstungsausbau aufs Tempo. Bis 2030 fließen zusätzliche Mittel in Drohnen und Präzisionswaffen. Das spielt dem Getriebespezialisten direkt in die Karten. Renk will seinen Umsatzanteil im Verteidigungssektor bis zum Ende des Jahrzehnts auf 90 Prozent ausbauen.

Operativ läuft es für den Konzern rund. Im ersten Quartal 2026 sammelte Renk Aufträge im Wert von 582 Millionen Euro ein. Das ist ein Rekord für einen Jahresauftakt. Der gesamte Auftragsbestand wuchs damit auf fast sieben Milliarden Euro an.

Der Umsatz kletterte auf rund 284 Millionen Euro. Dabei behielt das Management die Kosten im Griff. Die bereinigte operative Marge lag bei starken 15 Prozent. Den größten Schub lieferte das Fahrzeugsegment mit Neuaufträgen für den Puma-Schützenpanzer.

Kein Wunder. Der Vorstand hält strikt an seinen Jahreszielen fest. Für 2026 plant das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro. Der operative Gewinn soll bis zu 285 Millionen Euro erreichen.

Wandel zum Software-Anbieter

Parallel dazu treibt Renk den technologischen Umbau voran. Auf der Rüstungsmesse Eurosatory in Paris zeigte das Unternehmen ein unbemanntes Kettenfahrzeug. Das Konzept entstand gemeinsam mit dem finnischen Partner Patria. Das Ziel: Renk wandelt sich vom reinen Getriebebauer zum Architekten für softwaregesteuerte Militärfahrzeuge.

An der Börse honorierten Investoren diese Fortschritte zuletzt kaum. Die Aktie schloss am Freitag bei 47,95 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein Minus von 13 Prozent auf der Kurstafel. Der Abstand zur wichtigen 50-Tage-Linie signalisiert weiterhin einen kurzfristigen Abwärtstrend.

In der neuen Handelswoche muss das Management Überzeugungsarbeit leisten. Am 22. Juni spricht Renk auf der DB Defence Conference in London. Zwei Tage später präsentiert sich der Vorstand auf einer Investorenkonferenz in Baden-Baden. Dort bietet sich die Chance, die Lücke zwischen operativer Stärke und schwachem Aktienkurs zu erklären.

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