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Renk Aktie: 38% mehr Dividende geplant

RENK Group sendet vor Hauptversammlung starke Signale: Führungswechsel im Aufsichtsrat, 38 Prozent mehr Dividende und langfristige CEO-Bindung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Dr. Klaus Richter als neuer Aufsichtsratsvorsitzender nominiert
  • Dividende steigt auf 0,58 Euro je Aktie
  • CEO-Vertrag vorzeitig bis 2032 verlängert
  • Umsatzwachstum von 20 Prozent im Jahr 2025

Neuer Aufsichtsratschef, Dividendenerhöhung um 38 Prozent, CEO-Vertrag vorzeitig verlängert — die RENK Group bereitet ihre Hauptversammlung am 10. Juni als Paket aus Kontinuität und Aufbruch. Selten schickt ein Rüstungsunternehmen so viele Governance-Signale auf einmal voraus.

Führungswechsel im Kontrollgremium

Claus von Hermann legt seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender zum 10. Juni auf eigenen Wunsch nieder. Er begleitete das Unternehmen seit der Umfirmierung zur Aktiengesellschaft 2023 — und damit durch den Börsengang 2024. Als Nachfolger schlägt der Vorstand Dr. Klaus Richter vor, der bei Wahl sofort den Vorsitz übernehmen soll.

Richter bringt über 30 Jahre Industrieerfahrung aus Verteidigung, Luftfahrt und Automobil mit. Bis 2024 war er Sprecher des Vorstands der Diehl Gruppe, davor zwölf Jahre bei der Airbus Group in leitenden Funktionen — unter anderem als Chief Procurement Officer.

Kontinuität sicherte der Aufsichtsrat bereits im Mai: CEO Dr. Alexander Sagel, seit Februar 2025 im Amt, erhält einen neuen Vertrag bis März 2032.

Dividende und operative Stärke

Der Vorstand schlägt für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor — nach 0,42 Euro im Vorjahr. Die Ausschüttungsquote liegt bei 40,9 Prozent, künftig sollen es dauerhaft 40 bis 50 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses sein.

Die operative Basis für diese Entscheidungen ist solide. Im Geschäftsjahr 2025 wuchs der Umsatz um knapp 20 Prozent auf 1,37 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT kletterte um 21,7 Prozent auf 230 Millionen Euro bei einer Marge von 16,9 Prozent. Zum Ende des ersten Quartals 2026 standen 6,9 Milliarden Euro Gesamtauftragsbestand in den Büchern — mehr als 90 Prozent des geplanten 2026er-Umsatzes sind bereits vertraglich gesichert.

Bis 2030 peilt RENK einen Umsatz von bis zu 3,2 Milliarden Euro an, die EBIT-Marge soll dann über 20 Prozent liegen. Die Getriebeproduktion in Augsburg soll von rund 700 auf mehr als 1.800 Einheiten jährlich wachsen.

Aktie erholt sich, bleibt aber tief im Minus

Die Kursentwicklung erzählt eine andere Geschichte. Die Aktie notiert aktuell bei rund 50,83 Euro — gut 43 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 88,73 Euro aus dem Oktober 2025. Seit dem Jahreswechsel liegt das Minus bei knapp acht Prozent. Der RSI von 78 signalisiert dabei eine technisch überkaufte Zone nach der Erholung der vergangenen Handelstage.

Auf der Hauptversammlung stimmen Aktionäre neben Dividende und Aufsichtsratswahl auch über einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der RENK Group und der RENK GmbH ab — ein konzerninterner Schritt zur Vereinfachung der Abläufe.

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