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Renk Aktie: 20. Mai im Investment Forum

Renk verzeichnet Rekordwerte im Auftragseingang, während der Aktienkurs auf ein Jahrestief fällt. Analysten bewerten die Aktie unterschiedlich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragseingang erreicht Rekordwert
  • Aktienkurs fällt auf Jahrestief
  • CEO-Vertrag wird vorzeitig verlängert
  • Analysten sehen Kursziele bis 65 Euro

Starke Aufträge, schwache Aktie: Bei Renk passt das Bild derzeit nicht zusammen. Der Antriebsspezialist meldet Rekordwerte im operativen Geschäft, während der Kurs am Freitag auf 43,91 Euro fiel. Am 20. Mai folgt der Auftritt beim International Investment Forum. Dort dürfte das Management erklären müssen, warum der Markt trotz voller Bücher so hart verkauft.

Aktie preist Zweifel ein

Die Kursdaten sind klar. Auf Sicht von 30 Tagen verlor die Aktie 19,75 Prozent, seit Jahresanfang sind es 20,43 Prozent. Zum Jahreshoch beträgt der Abstand 50,52 Prozent.

Der Schlusskurs markierte zugleich das Jahrestief. Die Aktie liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt, was den technischen Druck sichtbar macht. Der Verkaufsdruck traf Renk auch wegen vorsichtiger Aussagen von Rheinmetall, die den Rüstungssektor belasteten.

Operativ läuft es anders

Im Geschäft zeigt sich ein anderes Bild. Im Auftaktquartal erreichte der Auftragseingang 582,3 Millionen Euro. Der Auftragsbestand liegt bei rund 6,9 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg um 10,4 Prozent.

Dahinter steht eine einfache Botschaft: Die Nachfrage bleibt hoch, vor allem aus dem Verteidigungsumfeld. Für den Markt reicht das derzeit nicht. Er bewertet weniger den Auftragsbestand als die Frage, wie schnell Renk diese Nachfrage in Marge und Cashflow übersetzt.

Der Vorstand hält an den Jahreszielen fest. Beim Umsatz peilt Renk mehr als 1,5 Milliarden Euro an, das bereinigte EBIT soll zwischen 255 und 285 Millionen Euro liegen. Mehr als 90 Prozent des geplanten Umsatzes sind durch Aufträge und Rahmenvereinbarungen abgesichert.

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Personell setzt der Aufsichtsrat auf Kontinuität. Am 11. Mai meldete Renk die Verlängerung des CEO-Vertrags mit Dr. Alexander Sagel um fünf Jahre bis 2032. Das Unternehmen verweist dabei auf starkes Wachstum und hohe Nachfrage aus dem Umfeld von Bundeswehr, NATO und internationalen Streitkräften.

Analysten bleiben uneins

Die Analystenreaktionen zeigen, wie unterschiedlich der Markt die Lage liest.

  • MWB Research stufte von „Hold“ auf „Buy“ hoch und nennt 53 Euro als Kursziel.
  • Goldman Sachs bleibt bei „Neutral“, senkte am 14. Mai aber das Ziel von 70 auf 65 Euro.
  • Warburg Research sieht das Kursziel bei 63 Euro.

Die Spanne ist bemerkenswert. Einige Häuser sehen die Korrektur als überzogen, andere kalkulieren vorsichtiger. Damit rückt der Kapitalmarktdialog stärker in den Mittelpunkt.

Mittelfristig will Renk deutlich wachsen. Bis 2030 peilt das Management einen Umsatz zwischen 2,8 und 3,2 Milliarden Euro an. Der Anteil des Verteidigungsgeschäfts soll bis dahin auf rund 90 Prozent steigen; derzeit liegt er bei etwa drei Vierteln.

Am 20. Mai bekommt Renk die nächste Bühne. Das Management muss dann die Brücke schlagen: volle Auftragsbücher, abgesicherte Umsätze und ein Kurs, der bislang vor allem Zweifel einpreist.

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