Die Auftragsbücher sind prall gefüllt, die Nachfrage nach Rüstungsgütern bleibt hoch. Trotzdem rutschte die Aktie der Renk Group am Freitag um vier Prozent ab. US-Strafzölle und verschobene Umsätze dämpfen die Stimmung rund um den Augsburger Antriebsspezialisten.
Gegenwind im zivilen Geschäft
Das militärische Kerngeschäft floriert, im zivilen Bereich knirscht es. US-Strafzölle belasten aktuell den Verkauf von Gleitlagern. Parallel dazu bremsen Logistikprobleme die Segmente Marine und Industrie aus. Das Management rechnet hier mit einer Umsatzverschiebung im Umfang von rund zehn Millionen Euro.
An der Börse überwiegt infolgedessen die Skepsis. Das Papier fiel zum Wochenschluss unter die vielbeachtete 100-Tage-Linie und beendete den Handel bei 54,44 Euro. Vom Rekordhoch aus dem vergangenen Oktober hat sich der Titel mittlerweile spürbar entfernt.
Voller Auftragsbestand stützt Prognose
Operativ hält das Unternehmen dennoch Kurs. Das Umsatzziel für das laufende Jahr liegt bei über 1,5 Milliarden Euro. Mehr als 90 Prozent dieses Volumens sind bereits durch den bestehenden Auftragsbestand abgesichert. Eine neue Produktionslinie am Hauptsitz in Augsburg soll künftig die Kapazitäten erweitern und die Effizienz steigern.
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Ein wichtiger Impulsgeber für die kommenden Monate ist das Exportgeschäft. Nach dem Auslaufen eines Embargos rechnet Renk ab dem Frühjahr mit einer spürbaren Belebung der Lieferungen nach Israel. Bis Jahresende peilt der Konzern in dieser Region ein Volumen von bis zu 100 Millionen Euro an.
Analysten uneins vor Quartalszahlen
Marktbeobachter bewerten die Aussichten unterschiedlich. Jefferies verweist auf langfristige Wachstumstreiber im Verteidigungssektor und ruft ein Kursziel von 78 Euro auf. Die Experten von mwb research positionieren sich mit 53 Euro wesentlich defensiver.
Am 6. Mai legt Renk die vollständigen Zahlen für das erste Quartal vor. Der Vorstand stellte zuletzt eine Marge in der oberen Hälfte der Zielspanne in Aussicht. Die anstehenden Daten konkretisieren dann, wie stark die laufenden Logistik- und Zollprobleme das operative Ergebnis tatsächlich schmälern.
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