Startseite » Earnings » Renk: 10 Millionen Euro Umsatz verschoben

Renk: 10 Millionen Euro Umsatz verschoben

Renk kämpft mit zivilen Lieferkettenproblemen, während das Rüstungsgeschäft Rekordaufträge verbucht. Analysten sehen Kurspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zivile Engpässe verschieben Umsätze
  • Rüstungssparte mit Rekordauftragseingang
  • Aktie notiert unter 200-Tage-Linie
  • Analysten sehen Kurspotenzial von 72 Euro

Volle Auftragsbücher im Verteidigungssektor, stockende Lieferketten im Zivilgeschäft. Bei Renk prallen derzeit zwei gegensätzliche Entwicklungen aufeinander. Vor den Zahlen zum ersten Quartal am Mittwoch rücken die kurzfristigen Reibungsverluste in den Fokus der Anleger.

Verschobene Umsätze und US-Zölle

Im zivilen Sektor kämpft der Antriebsspezialist mit logistischen Hürden. Das Unternehmen muss geplante Erlöse aus den Bereichen Marine und Industrie in spätere Quartale verlagern. Dabei geht es um ein Volumen von rund zehn Millionen Euro. Hinzu kommen US-Strafzölle, die den Vertrieb von Gleitlagern auf dem amerikanischen Markt erschweren.

Marktbeobachter rechnen daher mit einem moderat gedämpften Auftaktquartal. Der Vorstand hält allerdings an den übergeordneten Zielen fest. Für das Gesamtjahr steht weiterhin ein Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro im Raum.

Rüstungsgeschäft liefert Rekorde

Das Kerngeschäft federt die zivilen Schwächen ab. Analysten von mwb research prognostizieren für das erste Quartal einen Auftragseingang von etwa 585 Millionen Euro. Dieser Rekordwert würde die fundamentale Stärke der Auftragsbücher untermauern. Ein Großteil des geplanten Jahresumsatzes ist damit bereits abgedeckt.

An der Börse dominiert dennoch Vorsicht. Die Aktie notierte zuletzt bei knapp 54 Euro und pendelt damit unterhalb der viel beachteten 200-Tage-Linie. Experten werten die operativen Verzögerungen primär als temporäres Problem. Sie sehen in der aktuellen Bewertung eine Chance.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Renk?

Die Analystenzunft teilt diese Zuversicht mehrheitlich. Fünf namhafte Analysehäuser rufen im Durchschnitt ein Kursziel von 72,40 Euro aus. JPMorgan bestätigte zuletzt die Einstufung „Overweight“ mit einem Ziel von 75 Euro.

Der Fahrplan für Aktionäre

In den kommenden Wochen stehen für Investoren mehrere konkrete Termine an:

  • 6. Mai: Veröffentlichung der Quartalszahlen und Analysten-Call
  • 7. Mai: Teilnahme an der Berenberg Roadshow in Frankfurt
  • 10. Juni: Virtuelle Hauptversammlung mit Abstimmung über die vorgeschlagene Dividende von 0,58 Euro je Aktie

Am Mittwoch muss das Management nun liefern. Neben den reinen Quartalszahlen erwarten Investoren einen konkreten Fahrplan zur Behebung der zivilen Lieferengpässe. Parallel dazu rücken die Margen in den Fokus, die durch den Hochlauf der neuen Produktionslinie in Augsburg steigen sollen.

Anzeige

Renk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Renk-Analyse vom 3. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Renk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Renk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Renk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Renk

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.