Volle Auftragsbücher im Verteidigungssektor, stockende Lieferketten im Zivilgeschäft. Bei Renk prallen derzeit zwei gegensätzliche Entwicklungen aufeinander. Vor den Zahlen zum ersten Quartal am Mittwoch rücken die kurzfristigen Reibungsverluste in den Fokus der Anleger.
Verschobene Umsätze und US-Zölle
Im zivilen Sektor kämpft der Antriebsspezialist mit logistischen Hürden. Das Unternehmen muss geplante Erlöse aus den Bereichen Marine und Industrie in spätere Quartale verlagern. Dabei geht es um ein Volumen von rund zehn Millionen Euro. Hinzu kommen US-Strafzölle, die den Vertrieb von Gleitlagern auf dem amerikanischen Markt erschweren.
Marktbeobachter rechnen daher mit einem moderat gedämpften Auftaktquartal. Der Vorstand hält allerdings an den übergeordneten Zielen fest. Für das Gesamtjahr steht weiterhin ein Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro im Raum.
Rüstungsgeschäft liefert Rekorde
Das Kerngeschäft federt die zivilen Schwächen ab. Analysten von mwb research prognostizieren für das erste Quartal einen Auftragseingang von etwa 585 Millionen Euro. Dieser Rekordwert würde die fundamentale Stärke der Auftragsbücher untermauern. Ein Großteil des geplanten Jahresumsatzes ist damit bereits abgedeckt.
An der Börse dominiert dennoch Vorsicht. Die Aktie notierte zuletzt bei knapp 54 Euro und pendelt damit unterhalb der viel beachteten 200-Tage-Linie. Experten werten die operativen Verzögerungen primär als temporäres Problem. Sie sehen in der aktuellen Bewertung eine Chance.
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Die Analystenzunft teilt diese Zuversicht mehrheitlich. Fünf namhafte Analysehäuser rufen im Durchschnitt ein Kursziel von 72,40 Euro aus. JPMorgan bestätigte zuletzt die Einstufung „Overweight“ mit einem Ziel von 75 Euro.
Der Fahrplan für Aktionäre
In den kommenden Wochen stehen für Investoren mehrere konkrete Termine an:
- 6. Mai: Veröffentlichung der Quartalszahlen und Analysten-Call
- 7. Mai: Teilnahme an der Berenberg Roadshow in Frankfurt
- 10. Juni: Virtuelle Hauptversammlung mit Abstimmung über die vorgeschlagene Dividende von 0,58 Euro je Aktie
Am Mittwoch muss das Management nun liefern. Neben den reinen Quartalszahlen erwarten Investoren einen konkreten Fahrplan zur Behebung der zivilen Lieferengpässe. Parallel dazu rücken die Margen in den Fokus, die durch den Hochlauf der neuen Produktionslinie in Augsburg steigen sollen.
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