Die Regionalbank aus Alabama hat die Erwartungen verfehlt. Im vierten Quartal 2025 kam Regions Financial auf einen Gewinn je Aktie von 0,57 Dollar – Analysten hatten 0,61 Dollar erwartet. Auch beim Umsatz blieb das Institut hinter den Prognosen zurück: 1,92 Milliarden Dollar statt der erwarteten 1,93 Milliarden. Die Reaktion der Börse fiel entsprechend aus: Im vorbörslichen Handel sackte die Aktie um 4,07 Prozent auf 27,36 Dollar ab.
Wo liegt das Problem?
Für das Gesamtjahr 2025 meldete die Bank zwar einen Gewinn von 2,1 Milliarden Dollar und eine Eigenkapitalrendite von über 18 Prozent. Doch das vierte Quartal enttäuschte. CEO John Turner verwies auf zusätzliche Belastungen von 0,04 Dollar je Aktie durch Steuernachzahlungen, Abfindungen und Rechtsstreitigkeiten. Die effektive Steuerquote schnellte auf 21,4 Prozent hoch – für 2026 rechnet das Management aber wieder mit 20,5 bis 21,5 Prozent.
Ein weiteres Handicap: Das Kreditgeschäft lahmt. Über das Jahr 2025 hinweg refinanzierten Großkunden Darlehen im Volumen von mehr als zwei Milliarden Dollar über die Kapitalmärkte – günstigere Konditionen lockten. Betroffen waren vor allem Investment-Grade-Kreditnehmer aus den Bereichen Immobilien, Energie und Finanzdienstleistungen. Strategischer Portfolioabbau, insbesondere im Leveraged Lending, tat sein Übriges.
Immerhin: Zinsmarge stabilisiert sich
Einen Lichtblick gab es dennoch. Die Nettozinsmarge kletterte auf 3,7 Prozent – ein Plus von 11 Basispunkten gegenüber dem Vorquartal. Dazu trugen höhere Dividenden aus saisonalen HR-Investments und Zinserträge aus Kreditrückzahlungen bei. Die Einlagenkosten sanken um 16 Basispunkte, was einem Beta von 36 Prozent entspricht. Für 2026 peilt Regions ein Wachstum der Nettozinserträge zwischen 2,5 und 4 Prozent an – die Zinsmarge soll bis zum vierten Quartal in den niedrigen bis mittleren 370er-Bereich steigen.
Das Einlagengeschäft zeigte sich robust. Die Bilanzbestände kletterten zum Quartalsende um rund 800 Millionen Dollar. Besonders bemerkenswert: Gelder wanderten von teuren Festgeldkonten in günstigere Geldmarktprodukte – ein positiver Mixeffekt für die Kostenstruktur.
Kapitalmärkte schwächeln, Vermögensverwaltung glänzt
Im Investment Banking brach das Geschäft ein. Verschobene M&A-Deals und schwächere Aktivität bei Kreditsyndizierungen belasteten. Der vorübergehende Regierungsstillstand in den USA tat sein Übriges. Für 2026 kalkuliert die Bank mit Erlösen zwischen 90 und 105 Millionen Dollar pro Quartal – anfangs eher am unteren Ende der Spanne.
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Ganz anders die Vermögensverwaltung: Sie erzielte ein Rekordjahr und legte im vierten Quartal zum vierten Mal in Folge zu. Auch das Treasury Management erreichte historische Höchststände.
Kreditqualität bessert sich – langsam
Die Kreditausfälle stiegen auf 59 Basispunkte – ein vorläufiger Höhepunkt. Doch notleidende Kredite sanken um 8 Prozent, die NPL-Quote fiel auf 73 Basispunkte. Die Risikovorsorge wurde um 27 Millionen Dollar reduziert. Für 2026 erwartet das Management Ausfallraten zwischen 40 und 50 Basispunkten. Sollte sich die Konjunktur weiter stabilisieren, könnte die Bank am unteren Ende dieser Spanne landen.
Wachstum voraus?
Regions setzt auf Expansion. Rund 120 Banker sollen in zwei Jahren eingestellt werden – 50 davon bereits 2025. Schwerpunkt sind acht Wachstumsmärkte, die 2025 bereits 40 Prozent der Neukunden lieferten. Für 2026 prognostiziert die Bank ein niedriges einstelliges Kreditwachstum. Die Pipeline füllt sich, Firmenkunden beginnen überschüssige Liquidität abzubauen – ein Vorbote steigender Kreditnachfrage.
Die Kernmodernisierung läuft planmäßig. Im dritten Quartal 2025 soll ein Pilotbetrieb starten, Anfang 2027 die vollständige Umstellung erfolgen. Die neue Mobile-App kommt gut an: 4,9 von fünf Sternen im App Store.
Unter dem Strich bleibt ein gemischtes Bild. Die Bank erwirtschaftete 2025 solide 2,1 Milliarden Dollar und schüttete zwei Milliarden an die Aktionäre aus. Doch die verfehlten Quartalszahlen und der Kurssturz zeigen: Die Anleger sind enttäuscht.
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