Regenxbio steht an einem kritischen Wendepunkt seiner Unternehmensgeschichte. Nach einer ablehnenden Entscheidung der US-Gesundheitsbehörde FDA muss das Biotech-Unternehmen seine Strategie für die Gentherapie-Pipeline grundlegend überdenken. Anleger beobachten nun genau, ob die verbleibenden Projekte das Vertrauen in die technologische Basis des Unternehmens wiederherstellen können.
FDA stoppt Zulassungsverfahren
Im Zentrum der aktuellen Unsicherheit steht RGX-121, eine Gentherapie zur Behandlung des Hunter-Syndroms. Die FDA hat den Zulassungsantrag vorerst abgelehnt und dies mit einem sogenannten „Complete Response Letter“ untermauert. Die Behörde sieht derzeit keine Basis für eine Genehmigung in der vorliegenden Form.
Hintergrund der Entscheidung ist ein klinischer Stopp, der Ende Januar verhängt wurde, nachdem bei einem Teilnehmer einer verwandten Studie ein Tumor entdeckt worden war. Da sich die untersuchten Wirkstoffe und Patientenpopulationen ähneln, weitete die FDA den Stopp auf das Programm RGX-121 aus. Zudem kritisierte die Behörde die Auswahlkriterien der Studien sowie die Vergleichbarkeit der Kontrollgruppen. Kann das Unternehmen die Bedenken der Behörde rechtzeitig ausräumen, um das Programm zu retten? Das Management plant nun ein Treffen mit der FDA, um die notwendigen Schritte für eine mögliche Neueinreichung zu klären.
Pipeline-Hoffnung als Kurstreiber
Die Marktreaktion auf diese Nachrichten war deutlich: Die Aktie verlor allein in den letzten 30 Tagen rund 20 Prozent an Wert und notiert mit 7,40 Euro mittlerweile mehr als 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Um den Abwärtstrend zu stoppen, rücken nun andere Wirkstoffe in den Fokus der Investoren.
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Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Projekt RGX-202 zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie. Hier erwartet das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 wichtige Daten aus der Hauptstudie. Verläuft alles nach Plan, soll bereits Mitte des Jahres ein beschleunigter Zulassungsantrag gestellt werden. Auch die Kooperation mit AbbVie bei einer Therapie gegen feuchte Makuladegeneration bleibt ein wichtiger Faktor, wobei hier erst im vierten Quartal 2026 mit entscheidenden Studienergebnissen zu rechnen ist.
Entscheidende Termine voraus
Für die Bewertung von Regenxbio wird es entscheidend sein, wie effizient die Sicherheitsbedenken der FDA adressiert werden können, während gleichzeitig die späten Phasen der restlichen Pipeline vorangetrieben werden. Im Sektor der Gentherapien sind regulatorische Hürden zwar üblich, doch die Häufung der Kritikpunkte stellt das Unternehmen vor eine komplexe Aufgabe.
Klarheit über die künftige Marschroute wird für den 5. März 2026 erwartet. An diesem Tag präsentiert das Management die Finanzergebnisse für das Jahr 2025 und wird sich im Rahmen einer Telefonkonferenz detailliert zu den operativen Updates und den angepassten Zeitplänen der klinischen Studien äußern.
- Schlusskurs Gestern (Donnerstag): 7,40 €
- Change 30 Tage: -20,00%
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -45,59%
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