Die Bohrarbeiten am Dufferin-West-Uranprojekt in Saskatchewans Athabasca Basin sind abgeschlossen. Jetzt liegt die Entscheidungshoheit im Labor: Die geochemischen Assay-Ergebnisse der entnommenen Bohrkerne werden direkt bestimmen, ob und wo Refined Energy seine Exploration fortsetzt.
Was die Bohrkampagne ergab
TerraLogic Exploration führte das Programm mit einem Budget von 1,7 Millionen kanadischen Dollar durch. Drei Bohrlöcher mit einer Gesamttiefe von 975 Metern wurden abgeteuft. Bohrloch DW26-001 traf den anvisierten graphitischen Leiter in 381 Metern Tiefe, begleitet von Brekziierung — einem geologischen Merkmal, das in der Uranexploration als potenzieller Mineralisierungsindikator gilt. Ein zweites Loch, DW26-003, schnitt ebenfalls die Unconformity an.
Alle Bohrkerne sind inzwischen protokolliert, beprobt und an ein akkreditiertes Labor versandt worden. CEO Mark Fields betonte, die ersten Daten seien entscheidend, um Vektoren in Richtung Uranmineralisierung zu identifizieren.
Assays und Warrants im gleichen Zeitfenster
Parallel zu den ausstehenden Laborergebnissen läuft eine strukturelle Entwicklung: Im Rahmen einer Charity-Flow-Through-Privatplatzierung gab das Unternehmen 1.428.572 Einheiten zu je 1,05 kanadischen Dollar aus und erzielte damit Bruttoerlöse von rund 1,5 Millionen kanadischen Dollar. Jede Einheit enthält einen Warrant, der zum Kauf einer weiteren Aktie zu 1,05 kanadischen Dollar bis Februar 2028 berechtigt — allerdings galt eine Haltefrist bis zum 14. April 2026.
Bei einem aktuellen Kurs von rund 0,31 Euro, der etwa 55 Prozent unter dem Jahreshoch liegt, ist eine sofortige Ausübung dieser Warrants wirtschaftlich nicht sinnvoll. Das begrenzt das unmittelbare Verwässerungsrisiko für bestehende Aktionäre.
Strategische Einordnung
Das 10.140 Hektar große Dufferin-Projekt grenzt an NexGen Energys SW3-Liegenschaft und liegt rund 18 Kilometer von Camecos Centennial-Lagerstätte entfernt. Refined Energy hält eine exklusive Option, bis zu 75 Prozent des Projekts von Eagle Plains Resources zu erwerben.
Fallen die Assay-Ergebnisse positiv aus, dürfte das den Weg für ein weiteres Bohrprogramm freimachen. Enttäuschen sie, bleibt der Kurs voraussichtlich unter dem Privatplatzierungspreis — und die Warrants wertlos.
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