Redcare Pharmacy steckt in einer schwierigen Phase. Seit Anfang Mai 2025 hat die Aktie rund 76 Prozent ihres Wertes verloren — ein Einbruch, der weit über normale Marktschwankungen hinausgeht. Am Dienstag setzt sich der Abwärtstrend fort, obwohl sich der Kurs zuletzt vom 52-Wochen-Tief bei 30,20 Euro erholt hatte.
Druck von zwei Seiten
Der Kern des Problems liegt im OTC-Segment, also bei rezeptfreien Medikamenten. Mit dem Markteintritt von dm und Rossmann in diesen Bereich sieht sich Redcare einem deutlich schärferen Wettbewerb ausgesetzt. Die Folge: Das Management halbierte die eigene Wachstumsprognose für dieses Segment von 16 auf 8 bis 10 Prozent.
Gleichzeitig drückt die verschobene Umsatzmischung auf die Marge. Der wachsende Anteil rezeptpflichtiger Medikamente — die weniger Ertrag abwerfen als OTC-Produkte — ließ die Bruttomarge 2025 von 22,3 auf 21,3 Prozent sinken. Das mittelfristige EBITDA-Margenziel wurde daraufhin von „über 8 Prozent“ auf „über 5 Prozent“ korrigiert.
Rx als Gegengewicht
Im Rezeptgeschäft sieht die Lage deutlich besser aus. Rossmann hat bestätigt, keine verschreibungspflichtigen Medikamente anbieten zu wollen — ein struktureller Vorteil für Redcare. Das Unternehmen hält hier einen Marktanteil von 67 Prozent, der Rx-Umsatz hat die Milliardenmarke überschritten. Für 2026 peilt Redcare Rx-Erlöse von über 670 Millionen Euro an.
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Auch beim Thema Leerverkäufer gibt es eine leichte Entspannung: Marchant MC Ltd reduzierte seine Short-Position auf 0,99 Prozent, BlackRock auf 0,59 Prozent — beide Positionen sind damit gegenüber dem Vorquartal geschrumpft.
Zwei Termine, die zählen
Am 15. April findet die Hauptversammlung statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die formelle Bestätigung von CFO Hendrik Krampe, der seit Dezember 2025 im Amt ist und Erfahrung von Amazon und eBay mitbringt. Zudem werden drei neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt.
Den ersten konkreten Leistungsnachweis unter der neuen Führung liefern die Q1-Zahlen am 6. Mai 2026. Zeigen sich dann messbare Fortschritte bei Kostenstruktur und Marge — auch durch das neue Logistikzentrum in Plzeň — könnte das die Basis für eine Neubewertung der Aktie legen. Bleiben die Effizienzgewinne aus, dürfte der Druck auf den Kurs anhalten.
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