Redcare Pharmacy wächst im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten deutlich schneller als bei rezeptfreien Produkten. Die vor gut einer Woche veröffentlichten Quartalszahlen zeigen ein Umsatzplus von 31% im Rezeptgeschäft, während die rezeptfreien Verkäufe um 9% zulegten. Das Unternehmen bestätigte seine Prognose für 2026.
Rezeptgeschäft und Profitabilität legen zu
Besonders kräftig fiel der Zuwachs bei verschreibungspflichtigen Medikamenten in Deutschland aus: Hier meldete Redcare Pharmacy ein Wachstum von 56%. Dieses Geschäft hob das Unternehmen als wesentlichen Treiber der Umsatzentwicklung hervor.
Insgesamt erzielte Redcare Pharmacy im dritten Quartal 2026 einen Umsatz von 847 Millionen EUR. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um 18%.
Noch stärker wuchs das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Es erhöhte sich um 68% auf 28,7 Millionen EUR. Die entsprechende Marge erreichte 3,4%.
Damit verbesserte sich die bereinigte Ergebnismarge gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozentpunkt. Für die ersten neun Monate meldete das Unternehmen einen Umsatz von 2,55 Milliarden EUR, ein Plus von 19%.
Kundenbindung und vorsichtigere Umsatzerwartungen
Redcare Pharmacy meldete zudem mehr als 15 Millionen aktive Kunden in sieben europäischen Märkten. Die Wiederbestellquote lag nach Unternehmensangaben im dritten Quartal 2026 bei über 90%.
Die Börse reagierte auf die vor gut einer Woche veröffentlichten Quartalszahlen dennoch mit Kursverlusten. Medienberichten zufolge belasteten ein verhaltenerer kurzfristiger Umsatzausblick und der Wettbewerbsdruck die Bewertung durch Anleger – trotz des Umsatzwachstums und der starken Entwicklung des deutschen Rezeptgeschäfts.
Am Freitag fiel die Aktie um 1,7% auf 70,75 €.
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