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Red Cat Aktie: Teal Drones bleibt im Rennen

Red Cat kämpft um Anteile am milliardenschweren Drohnenprogramm des Pentagons. Hohe Erwartungen und starke Kursausschläge prägen das Bild.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Milliardenprogramm des Pentagons als Chance
  • Red Cat in früher Auswahlrunde dabei
  • Umsatzsprung auf 15,5 Millionen Dollar
  • Kapitalerhöhung bringt Liquidität und Verwässerung

Das Pentagon pumpt 1,1 Milliarden Dollar in sein Drone-Dominance-Programm — und Red Cat will dabei sein. Die entscheidende Frage für Investoren ist nicht mehr, ob der Markt wächst, sondern ob das Unternehmen daraus echte Aufträge macht.

1,1-Milliarden-Programm mit harter Konkurrenz

Das Drone-Dominance-Programm des US-Verteidigungsministeriums zielt auf die Beschaffung von Hunderttausenden kostengünstiger Einwegdrohnen. Programmdokumente sehen eine phasenweise Vergabe zu Festpreisen vor. Phase I allein umfasst 30.000 Einheiten zu je 5.000 Dollar — ein Volumen von 150 Millionen Dollar, verteilt auf maximal zwölf Anbieter.

Red Cat ist über seine Tochter Teal Drones in der frühen Auswahlrunde verblieben und damit weiterhin im Rennen. Allerdings ist das kein Freifahrtschein: Auftragszuteilung, Lieferkapazität und Preisgestaltung entscheiden letztlich darüber, welcher Anteil des Programms tatsächlich bei Red Cat landet.

Wachstum ja — aber wie nachhaltig?

Das Management behauptet, die Produktionskapazität könne bis zu einer Milliarde Dollar Jahresumsatz stemmen. Die aktuelle Basis ist davon weit entfernt. Im ersten Quartal erzielte Red Cat 15,5 Millionen Dollar Umsatz — ein Anstieg von 849 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, aber bei einer Bruttomarge von nur 12,7 Prozent.

Als mittelfristiges Jahresziel nennt das Management eine Spanne von 150 bis 180 Millionen Dollar. Zwischen dieser Zielmarke und der Milliarden-Kapazitätsstory klafft eine Lücke, die Investoren noch nicht geschlossen sehen. Genau das macht die Aktie so anfällig für Schwankungen bei jedem neuen Beschaffungshinweis.

Kapitalerhöhung stärkt die Kasse, verwässert aber auch

Zum Ende des ersten Quartals verfügte Red Cat über 131,9 Millionen Dollar Cash — nach 167,9 Millionen im Vorquartal. Der Lagerbestand inklusive vorfinanzierter Bestände stieg auf 62,7 Millionen Dollar, was auf eine aktive Produktionsvorbereitung hindeutet.

Kurz darauf platzierte das Unternehmen rund 23,9 Millionen neue Aktien zu 9,40 Dollar je Stück. Die erwarteten Bruttoerlöse von etwa 225 Millionen Dollar sollen in Wachstumsinitiativen, mögliche Akquisitionen, Forschung und Entwicklung sowie Betriebskapital fließen. Die stärkere Liquidität kommt also mit einer spürbaren Verwässerung — ein Spannungsfeld, das der Markt einpreisen muss.

Aktie mit hohen Erwartungen und hoher Volatilität

Die Aktie schloss am Donnerstag bei 12,68 Euro, rund 34 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs bereits 62 Prozent zugelegt, liegt aber noch gut 22 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 16,30 Euro. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 133 Prozent zeigt, wie stark die Aktie auf Neuigkeiten aus dem Beschaffungsumfeld reagiert.

Der nächste konkrete Prüfstein ist die Vergabeentscheidung im Drone-Dominance-Programm. Sobald Phase-I-Aufträge vergeben werden, lässt sich erstmals ablesen, ob Red Cats Positionierung in handfeste Umsätze mündet — oder ob die Bewertung weiter auf Erwartungen basiert, die noch eingelöst werden müssen.

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