Anleger des Drohnen-Spezialisten Red Cat brauchen derzeit starke Nerven. Kurz vor einem entscheidenden Termin mit dem US-Verteidigungsministerium gerät die Aktie unter Druck und verliert deutlich an Boden. Handelt es sich bei diesem Rücksetzer angesichts des dünnen Handelsvolumens um eine überzogene Reaktion oder wächst die Skepsis vor der anstehenden Bewährungsprobe?
Die Aktie verzeichnete am Dienstag eine spürbare Korrektur und schloss mit einem Minus von rund 8 Prozent bei 12,62 US-Dollar. Auffällig war dabei jedoch das vergleichsweise geringe Handelsvolumen: Mit 6,66 Millionen gehandelten Anteilscheinen lag die Aktivität deutlich unter dem Tagesdurchschnitt von knapp 15 Millionen Stück. Dies deutet darauf hin, dass der Kursrutsch nicht durch einen breiten Ausverkauf institutioneller Investoren getrieben wurde.
Hebel-ETF verstärkt Verluste
Besonders hart traf die Abwärtsbewegung Investoren, die auf aggressive Finanzinstrumente setzten. Der erst Anfang Februar aufgelegte Defiance Daily Target 2X Long RCAT ETF (RCAX), der die Kursentwicklung der Aktie zweifach hebelt, brach am Dienstag um über 16 Prozent auf 16,04 US-Dollar ein. Die hohe Volatilität verdeutlicht das Risiko solcher Produkte im Vorfeld wichtiger Unternehmensnachrichten.
Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick:
* Kurs: 12,62 US-Dollar (-8 %)
* Marktkapitalisierung: ca. 1,51 Milliarden US-Dollar
* Analysten-Konsens: 19,00 US-Dollar
* Nächster Termin: Start der Pentagon-Evaluierung (18. Februar)
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Wichtiger Termin im Fokus
Der eigentliche Treiber für die aktuelle Anspannung dürfte im Kalender liegen. Marktbeobachter richten ihren Fokus auf den 18. Februar 2026. An diesem Datum beginnt in Fort Benning die Evaluierung des „Gauntlet“-Drohnenprogramms des Pentagons. Für die Red-Cat-Tochter Teal Drones stellt dieser Termin eine kritische Testphase dar, um sich langfristig als relevanter Auftragnehmer im Verteidigungssektor zu positionieren.
Trotz der jüngsten Kursverluste bleibt die Stimmung unter Analysten überwiegend konstruktiv. Das durchschnittliche Kursziel liegt derzeit bei 19,00 US-Dollar, wobei die Experten von Northland sogar ein Potenzial bis 22,00 US-Dollar sehen. Fundamental zeigt das Unternehmen jedoch weiterhin eine Diskrepanz zwischen Wachstum und Profitabilität: Während der Umsatz zuletzt mit 9,65 Millionen US-Dollar die Erwartungen übertraf, verharrt das Ergebnis je Aktie mit -0,16 US-Dollar im roten Bereich.
Die weitere Kursentwicklung dürfte nun maßgeblich vom Verlauf der Tests ab dem 18. Februar abhängen. Ein erfolgreiches Abschneiden bei der Pentagon-Evaluierung könnte die nötigen Impulse liefern, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und die fundamentale Bewertungslücke zu schließen.
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