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Symbolbild, KI-generiert

Red Cat Aktie: Entscheidende Phase

Der Drohnenhersteller Red Cat steht vor einer kritischen Phase. Die Bewertung hängt maßgeblich von einem noch ausstehenden Großauftrag der US-Armee ab, während eine hohe Short-Quote und steigende Kosten den Kurs belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Entscheidung über US-Armee-Drohnenauftrag steht bevor
  • Hohe Leerverkaufsquote von über 24 Prozent
  • Ambitionierte Produktions- und Umsatzziele für 2026
  • Management setzt fairen Wert knapp über aktuellem Kurs

Drohnen für die US-Armee, Seedrohnen für NATO-Partner, eine Produktionsfläche von 254.000 Quadratfuß — Red Cat hat in kurzer Zeit viel aufgebaut. Ob das reicht, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

RSU-Vesting signalisiert Kurs-Unsicherheit

Am 13. April haben CRO Geoffrey Hitchcock und CFO Morrison Spenst Restricted Stock Units aus einem März-Grant ausgeübt. Hitchcock erhielt 8.701 RSUs, wandelte 2.175 davon in Aktien um und ließ 645 Anteile zu 13,09 USD einbehalten — zur Deckung der Steuerlast. Spenst folgte demselben Muster: 1.688 RSUs, 422 ausgeübt, 145 einbehalten. Routine-Vorgänge, die aber zeigen, wo das Management den fairen Wert ansetzt: knapp über dem aktuellen Kurs von 12,69 USD.

Der Kurs selbst liegt rund 14 Prozent unter dem Januarhoch von 14,80 USD. Auf Jahressicht hat sich die Aktie mehr als verdoppelt — ein Hinweis darauf, wie viel Wachstumsfantasie bereits eingepreist ist.

Hohe Short-Quote trifft auf ambitionierte Ziele

24,26 Prozent des Streubesitzes sind leerverkauft. Das ist ein erheblicher Druck. Analysten sehen das Kursziel im Schnitt bei 20,67 USD — mehr als 60 Prozent über dem aktuellen Niveau. Diese Lücke spiegelt den Kernkonflikt wider: Wer hat recht, die Pessimisten oder die Bullen?

Red Cat plant, seine Black-Widow-Drohnen bis Mitte 2026 auf 1.000 Einheiten pro Monat zu skalieren. Die maritime Sparte soll in diesem Jahr mehr als 100 unbemannte Oberflächenfahrzeuge liefern. Das Umsatzziel für das Fiskaljahr 2026 liegt bei 100 bis 170 Millionen USD. Die Kehrseite: Die Betriebskosten kletterten zuletzt auf 25,1 Millionen USD pro Quartal — ein direktes Ergebnis der Produktionsexpansion.

Alles hängt am Army-Vertrag

Der entscheidende Hebel ist das Short-Range-Reconnaissance-Programm der US-Armee. Internationale Aufträge aus NATO-Ländern und der Ukraine liefern erste Umsätze. Die 100-Millionen-Marke aber ist ohne einen großen Inlandsauftrag kaum erreichbar.

Wann die Armee entscheidet, ist offen. Verzögert sich die Vergabe, gerät das untere Ende der Umsatzprognose unter Druck — und mit ihm die Rechtfertigung für die aktuelle Bewertung. Kommt der Auftrag, könnte die hohe Short-Quote zum Katalysator werden: Leerverkäufer müssten eindecken.

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