Rekordwachstum, aber kaum Gewinn — und noch immer keine formale Umsatzprognose. Genau diese Kombination treibt Red Cat Holdings in ein Wechselbad der Kurse, das Anlegern dieser Woche besonders deutlich vor Augen geführt hat.
Zwei Tage, zwei Richtungen
Am Mittwoch legte die Aktie 6,4 Prozent zu, nachdem die US Air Force eine Erhöhung ihres Finanzierungsantrags für das Fiskaljahr 2027 um fast 38 Prozent bekanntgegeben hatte. Einen Tag später war der Gewinn wieder weg. Am Donnerstag fiel der Kurs um 7,4 Prozent und schloss bei 12,54 USD — die Intraday-Spanne reichte von 12,20 bis 13,55 USD.
Das Muster ist nicht neu. Bereits nach den Q4-Zahlen im März 2026 — Red Cat meldete damals einen Quartalsumsatz von 26,2 Millionen USD, ein Rekordwert — brach der Kurs in den Folgetagen um rund 17 Prozent ein. Auslöser: ein verfehlter Gewinn je Aktie und das Fehlen einer Umsatzprognose für 2026. Der Jahresumsatz war zwar auf 40,7 Millionen USD gestiegen, ein Plus von 161 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allerdings lag der Bruttogewinn für das Gesamtjahr bei gerade einmal 1,27 Millionen USD, während das operative Geschäft rund 89 Millionen USD an Barmitteln verbrannte.
Wachstum ohne Profitabilität
Das Management nennt informell eine Umsatzspanne von 100 bis 170 Millionen USD für 2026 und fühlt sich im oberen Bereich wohl — formalisieren will es diese Ziele erst nach gesicherten Regierungsaufträgen. Diese Zurückhaltung lässt Spielraum für Interpretationen, und der Markt füllt diesen Spielraum mit Volatilität. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 120 Prozent.
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Ambitioniert sind die Produktionspläne allemal. Red Cat will 2026 hundert unbemannte Überwasserfahrzeuge zum Stückpreis von je 700.000 USD bauen und die Produktion seiner Black-Widow-Drohne auf 1.000 Einheiten pro Monat hochfahren. Eine neue Partnerschaft zwischen der Maritim-Tochter Blue Ops und dem Technologieunternehmen HADDY soll dafür robotergestützte 3D-Druckkapazitäten am Standort Valdosta, Georgia, verdoppeln. Der Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2025 weitete sich indes auf 72,1 Millionen USD aus.
Auftragsbuch wächst international
Das Auftragsumfeld entwickelt sich parallel dazu positiv. Im März wählte ein NATO-Mitglied die Black-Widow-Drohne in einer Ausschreibung aus — abgewickelt über die NATO-Beschaffungsagentur NSPA, Lieferung noch in diesem Kalenderjahr. Anfang April trat Arastelle Drone Solutions der Red Cat Futures Initiative bei, um modulare Drohnensysteme mit dem Red-Cat-Ökosystem zu integrieren; eine Demonstration ist für die Rüstungsmesse Eurosatory 2026 in Paris geplant.
Trotz des Kursrückgangs der vergangenen Wochen liegt die Aktie seit Jahresbeginn noch rund 60 Prozent im Plus. Am 7. Mai 2026 veröffentlicht Red Cat nach US-Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Quartal. Der Markt wird vor allem auf zwei Dinge schauen: ob die Margen erste Zeichen einer Erholung zeigen — und ob das Management endlich eine formale Umsatzprognose wagt.
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